"Was am Laufen und was noch am Schlummern ist", wollte Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) dem Ratsgremium einmal vor Augen führen. Daniel Kammerer vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft hatte dazu alle begonnenen und künftigen Bauangelegenheiten samt deren Kosten, soweit bekannt, aufgelistet.

17 neue Baugrundstücke

Das sind zunächst die laufenden Maßnahmen im neuen Baugebiet "Hüttenfeld". Am westlichen Ortsrand entstehen auf der Basis des rechtsgültigen Bebauungsplans 17 Baugrundstücke. Die Straßenerschließung sei bereits "in den letzten Zügen", so Kammerer. Das Regenrückhaltebecken sei schon fertiggestellt.

Abgeschlossen ist laut Kammerer die Bauleitplanung für das neue Baugebiet in Schirnsdorf. Mit dem Bebauungsplan werden neun Bauparzellen ausgewiesen. Die Erschließung durch einen Erschließungsträger sei für 2021 geplant. Die Ausschreibung der Arbeiten werde in diesem Herbst erfolgen.

Im Ortsteil Decheldorf ist derzeit die Kanalsanierung im Gange. Bürgermeister Faatz hofft, das Teilstück bis zur Kreuzung Mühlhausen-Oberköst gegen Jahresende abhaken zu können. Bereits abgeschlossen sei die Kanalsanierung in Schirnsdorf.

Bescheide abgelaufen

Nach 20 Jahren sind viele Wasserrechtsbescheide im Gemeindegebiet abgelaufen. Deshalb muss sich die Marktgemeinde derzeit vermehrt mit Wasserrechtsverfahren beschäftigen. Für die wasserrechtliche Genehmigung werde in den Bereichen "Am Obstgarten" und "Wolfsgraben" der Ausbau von zwei Regenrückhaltebecken gefordert. Derzeit sei man dabei, die Arbeiten auszuschreiben. Die Ausführung sei für 2021 vorgesehen, so Kammerer.

Wasserrechtlich bereits genehmigt sei der Regenrückhalt beim Gewerbegebiet "Mühlweiher", die Wiese neben dem Netto-Markt.

Da dort kein Becken möglich ist, sei die Renaturierung des Gewässers geplant. Die Ausschreibung der Arbeiten solle zusammen mit dem Gewässerausbau in Schirnsdorf erfolgen.

Noch einreichen müsse man die Wasserrechtsverfahren für die Mischwasseranlagen im Kern von Mühlhausen, wie auch das Verfahren für Decheldorf. Über die zu erwartenden Kosten konnte Kammerer noch keine Auskunft geben. "Man muss erst sehen, was die Berechnungen ergeben", antwortete der Bürgermeister auf Fragen aus dem Gremium.

Als weiteres Projekt steht der Neubau des Kindergartens bevor. Aktuell sei die Gemeinde noch in Gesprächen mit der Regierung, so Faatz. Auch in Sachen Kläranlage möchte Mühlhausen weiterkommen.

Im Raum stehen die Sanierung der Anlage oder eine Druckleitung zur Abwasseranlage der Stadt Höchstadt. Um zu einer Entscheidung zu kommen, wartet die Marktgemeinde auf eine Aussage aus Höchstadt. Bislang sei "noch völlig offen, ob wir überhaupt einleiten dürfen und was das kostet".