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Stimmen zu Ehren der Sänger erhoben


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Memmelsdorf, Mittwoch, 24. Mai 2017

Ziel eines Ausflugs des Gesangvereins "Liederkranz" aus dem Untermerzbacher Gemeindeteil Memmelsdorf war das Ehrenmal des Fränkischen Sängerbundes bei Melke...
Am Sängerehrenmal bei Melkendorf sang der "Liederkranz" zu Ehren verstorbener Sangesschwestern und -brüder. Die Stabführung hatte Chorleiter Arnold Milanovic. Foto: privat


Ziel eines Ausflugs des Gesangvereins "Liederkranz" aus dem Untermerzbacher Gemeindeteil Memmelsdorf war das Ehrenmal des Fränkischen Sängerbundes bei Melkendorf im Landkreis Bamberg. Der Weg zum Denkmal ist von Melkendorf aus recht beschwerlich.
Dort angekommen erläuterte Michael Dieckmann, der Vorsitzende des Gesangvereins, die Geschichte des Ehrenmals. Es entstand durch viel Eigeninitiative und Eigenleistung und wurde im Juli 1954 eingeweiht.
"Wir Tote leben" sei die eigentliche Botschaft dieser weltweit wohl einmaligen Gedenkstätte, die längst zur Wallfahrtstätte für die Sänger des Fränkischen Sängerbundes geworden ist, sagte Michael Dieckmann. Zehntausende seien im Verlauf von fast 50 Jahren hierher gepilgert, und das Ehrenmal sei zu einem Ort der Einkehr geworden.


Auh heute zeitgemäß

"Sind Gedenkfeiern zu Ehren verstorbener Sänger noch zeitgemäß", fragte Dieckmann in einer kurzen Ansprach. Für ihn gebe es hier ein klares "Ja." "Es ist angebracht, Menschen zu gedenken, mit denen man zusammen gesungen und gefeiert hat, weil sie nach den gleichen Grundsätzen lebten, wie wir das als aktive Sänger beim Liederkranz Memmelsdorf tun." Die Reisegruppe gedachte jener, die sie kannten, aber auch grundsätzlich aller verstorbenen Sänger. Stellvertretend für alle Verstorbenen nannte Dieckmann Günter Jakelski, der 60 Jahre aktiv im Liederkranz Memmelsdorf mitgesungen hatte und Ehrenmitglied im Verein war.
Schließlich erhoben die Memmelsdorfer Sänger zu Ehren der Verstorbenen eine Reihe von Liedern. Dazu gehörten "Selig seid Ihr" oder "Im schönsten Wiesengrunde". Nach einer kurzen Einkehr in Schammelsdorf wurde die Heimreise ins unterfränkische Memmelsdorf angetreten.