Grabsteine, die in Kinderarbeit hergestellt werden, sind bundesweit auf Friedhöfen zu finden. Die Grabsteine kommen zum größten Teil aus Indien und werden d...
Grabsteine, die in Kinderarbeit hergestellt werden, sind bundesweit auf Friedhöfen zu finden. Die Grabsteine kommen zum größten Teil aus Indien und werden dort von Kindern in schwerer körperlicher Arbeit produziert und auf dem deutschen Markt zu extrem niedrigen Preisen angeboten. Der bayerische Landtag hat sich in den vergangenen zehn Jahren immer wieder mit dem Thema beschäftigt und nun zur Eindämmung dieser Problematik im Juli diesen Jahres den Artikel 9 a neu in das Bestattungsgesetz eingefügt. Dieser gibt den Kommunen die Möglichkeit, in der örtlichen Friedhofsatzung ein Verbot für "Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit" einzufügen. Für die kommende Sitzung des Stadtrats am Montag, 19. Dezember, bittet der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Marc Holland, die Verwaltung um Antworten auf folgende Fragen: Wie stellt sich nach Kenntnis der Stadtverwaltung die aktuelle Situation zu dieser Problematik auf den städtischen Friedhöfen dar? Bestehen seitens der Verwaltung Überlegungen einer entsprechenden Satzungsänderung?
rlu