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Steigerwald setzt auf seine große Vielfalt


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Handthal, Mittwoch, 09. März 2016

Matthias Bäuerlein ist der neue Vorsitzende der "Fördergemeinschaft Nördlicher Steigerwald". Der Rauhenebracher Bürgermeister übernahm bei der Sitzung am Mo...
Matthias Bäuerlein


Matthias Bäuerlein ist der neue Vorsitzende der "Fördergemeinschaft Nördlicher Steigerwald". Der Rauhenebracher Bürgermeister übernahm bei der Sitzung am Montag im Steigerwald-Zentrum in Handthal dieses Amt in dem Zusammenschluss touristisch Interessierter aus den "Fünf-Sterne"-Gemeinden. Zur Fördergemeinschaft gehören die fünf Kommunen Knetzgau, Sand, Eltmann, Rauhenebrach und Oberaurach ("fünf Sterne") ebenso wie Gastronomen und Vermieter vom Hotel bis zur Ferienwohnung.
Ulla Schmidt führte die Fördergemeinschaft in den vergangenen zwei Jahren. Künftig unterstützt sie, die im Hauptberuf Managerin der "Lebensregion plus" ist, die Fördergemeinschaft weiter ehrenamtlich als Zweite Vorsitzende. Schriftführer bleibt Thomas Mahr von der Gemeindeverwaltung Oberaurach, die Kasse führt Margret Cramer, Hotelbetreiberin in Eltmann. 1#googleAds#100x100 Als Beisitzer gehören der neu gewählten Vorstandschaft außerdem an: Monika Lindner, Anita Keller, Ulrike Krug, Gerhard Zösch, Udo Rhein, Oskar Ebert, Michael Ziegler und Karl Jäger. Als Kassenprüfer fungieren Armin Oppelt und Franz Schramm.
Der Arbeitsschwerpunkt der Fördergemeinschaft lag in den vergangenen zwei Jahren auf der Außenwirkung, vor allem die Neugestaltung der Homepage nahm allerhand Zeit in Anspruch. Gleichzeitig konnten einige neue touristische Einrichtungen in Betrieb genommen werden, wie etwa der Pfad der Artenvielfalt in Ober-steinbach. Auch der Zabelstein wurde durch die Sanierung der Ruine, den Totholzlehrpfad und die Erneuerung des Waldspielplatzes deutlich aufgewertet. Mit dem Steigerwald-Zentrum und dem Baumwipfelpfad, der am 19. März offiziell eröffnet wird, gibt es zwei weitere attraktive Ziele für die Urlaubsgäste in der Region.
Als nächsten Arbeitsschwerpunkt formulierte Ulla Schmidt die Erarbeitung von Wochenprogrammen, die die Vermieter ihren Gästen an die Hand geben können. Die Vielfalt sei enorm, sowohl direkt in der Region als auch in der unmittelbaren Nachbarschaft. Erste Vorschläge dazu machten Susanne Volkheimer und Julia Wagner vom Landkreis-Tourismus.
Klaudia Schwarz vom Amt für Landwirtschaft, Forsten und Ernährung stellte die Ergebnisse der neuesten Marktanalyse zum Thema Landurlaub und Urlaub auf dem Bauernhof vor. Daraus abgeleitet gab sie den Gastgebern auch Strategie-Tipps an die Hand und machte auf die Bildungs- und Unterstützungsangebote ihres Amtes aufmerksam. Aus der Anbietergemeinschaft "Urlaub auf dem Bauernhof" berichtete Ulrike Krug.
Wie wichtig die Klassifizierung von Betrieben ist, darauf wies Sandra Müller vom Tourismusverband Steigerwald hin. Sie berichtete von positiven Trends bei den Übernachtungszahlen im Steigerwald.


Neue Leuchttürme

Die weiteren Möglichkeiten der Regionalentwicklung zeigte Oskar Ebert auf, der aus der Arbeit des Netzwerks Steigerwald und von der Kulturlandschaftsinventarisation berichtete und die Teilnehmer durch das Steigerwald-Zentrum "Nachhaltigkeit erleben" führte. Das Zentrum und der Baumwipfelpfad bei Ebrach seien neue Leuchttürme, die große touristische Anziehungskraft entfalten würden, ist er überzeugt. Dazu komme die Zusammenarbeit einer ganzen Region, die attraktiv und enorm vielfältig sei. Diese Vielfalt werde nun erstmals auch gebündelt und unter dem Dach Steigerwald sichtbar gemacht, sagte der frühere Bürgermeister von Rauhenebrach. Viele Stärken der Region seien ihren Bewohnern durch die laufende Kulturland-schaftsinventarisation im Steigerwald bewusst geworden. sw