Punkt 11.11 Uhr hat der RSV Unterschleichach die Faschingssaison eröffnet. Klaus Arnhold hielt die Eröffnungsrede und entlarvte so manchen Vorfall im Dorf. Die Rede war deutlich länger als in Vorjahren - kein Wunder, jetzt als Rentner bekomme er alles mit, was am Tag passiere, sagte er.

So überführte er den Starkbierfreund, der nicht nur die Jacke, sondern auch den Geldbeutel verwechselte, die nur kurzzeitig geöffnete Kneipe und den Personalmangel allerorten, weshalb Läden und Gaststätten immer öfter halbe oder ganze Tage geschlossen sind. Die Bauarbeiten in der Siedlung "Am Käppela", den Grabstein im Vorgarten und die regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen am Sportheim nahm er aufs Korn.

Natürlich kam auch der RSV nicht ungeschoren davon: die vom Platz gewiesenen Zuschauer ebenso wenig wie die Fußballer, die sich derzeit im unteren Tabellendrittel tummeln. Personalmangel nicht nur bei den Schiedsrichtern, so dass er als Ehrenvorstand jetzt allerorten gefordert ist - sogar als Linienrichter sei er kürzlich eingesprungen, erzählte er: "Keiner hat die Misere erkannt, ohne Bedauern, die wollen ja alle nur Fußball schauen."

Sogar als Gleichstellungsbeauftragter schaltete er sich ein, nachdem eine die Männer diskriminierende Stellenanzeige erschienen ist: "Suche fünf fleißige Männer oder eine Frau."

Viel Applaus gab es im voll besetzten Sportheim, als der Redner dann mit einem einzigen Schlag das Starkbier anzapfte. sw