Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das weiß man auch beim SSV Kasendorf. Dort glauben die Fußballer trotz der prekären Tabellensituation fest daran, den Klassenerhalt in der Landesliga Nord-Ost zu schaffen. Trotz der bisher erreichten mickrigen acht Punkte und dem letzten Tabellenplatz strebt man noch den Relegationsplatz an.
Der Wille und der Zusammenhalt sollen es richten. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des 551 Mitglieder starken Vereins deutlich.


"Wir bauen auf die Jugend"

Vorsitzender Volker Täuber, seit 15 Jahren an der Spitze stehend, zeigte sich stolz auf den SSV. "Wir bauen auf die Jugend, bei uns sind in den verschiedenen Abteilungen etwa 130 junge Leute aktiv." Ein Einwand kam hier von Fußballer Andreas Pistor: "Die Erste ist die älteste Mannschaft in der Landesliga, Blutauffrischung tut Not." Es sei wichtig, Kasendorfer Talente aus der JFG Maintal-Friesenbachtal zu integrieren.
Täuber listete im Rückblick zahlreiche Aktivitäten auf, vom Schlachtfest bis zum Schafkopfrennen, vom Maxit-Fußball-Turnier bis zum Bockbierfest. Als wichtige Einnahmequelle nannte Täuber die Eigenbewirtschaftung des Sportheimes. "Wir konnten trotz hoher Kosten für den allgemeinen Sportbetrieb und den Unterhalt der Sportanlagen ein Plus erzielen." Sein Dank galt vor allem dem Dritten Vorsitzenden Hans Niegsch für seine unermüdliche Arbeit rund um den Sportplatz.
In das gute Bild passte auch der Kassenbericht von Reiner Albrecht: "Der SSV ist gut situiert, macht keine finanziellen Abenteuer." Das bestätigte auch Revisor Bernd Steinhäuser, der den Verein auf einem guten Weg sah. "Das Umfeld passt, wenn jetzt noch der Klassenerhalt möglich ist, dann wäre es das I-Tüpfelchen", so der Kassenprüfer, der auch Bürgermeister ist. Aber auch im negativen Fall würde die Welt nicht untergehen, "weil der SSV Substanz hat".


Drei neue Ehrenmitglieder

In der Folge wurden mit den Unternehmern Hans-Dieter Groppweis und Dietmar Frankenberger sowie Hans Niegsch drei verdiente Männer zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Die Berichte der Abteilungsleiter zeigten bis auf die erste Fußballmannschaft als Aushängeschild gute Entwicklungen. Für die zweite Mannschaft zog André Wondra Bilanz mit der Feststellung, dass ein Aufstieg in die Kreisliga angepeilt werde. Die Altliga beleuchtete Bernd Bayer: "Wir wollen heuer den Versuch einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Thurnau starten."
Martin Kolasinski, Jürgen Gareis und Heiko Schott freuten sich über die große Zahl von Aktiven, die ihnen in der Jugendabteilung zur Verfügung stehen. Stefan Wiesenmüller als der SSV-Mann in der JFG Maintal-Friesenbachal sprach von einer guten Kasendorfer Präsenz dort.


Handballer erweitern Horizont

Monika Brand von der Handball-Jugendabteilung machte den gelungenen Abschluss: "Wir mussten zwar mit den zwei Jugendteams zu den Spielen bis in den Bamberger und Nürnberger Raum nahezu 2500 Kilometer bewältigen, was aber mit einem dritten Tabellenplatz sportlich erfolgreich war und den Horizont erweiterte." Weiter gebe es eine E-Jugend und eine Mini-Mannschaft. Etwas Sorge bereiten ihr die künftigen fehlenden fünf Abiturienten: "Die Lücke wird schwer zu schließen sein."