Sportler im Kreis trauern um Ludwig Vogt
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Knetzgau, Dienstag, 22. August 2017
"Hier Vogt, Westheim!" - zuverlässig hörten die Fußballer im Kreis diese energische Antwort, wenn sie ihren Spielgruppenleiter anriefen. Ludwig Vogt hatte d...
"Hier Vogt, Westheim!" - zuverlässig hörten die Fußballer im Kreis diese energische Antwort, wenn sie ihren Spielgruppenleiter anriefen. Ludwig Vogt hatte dieses Amt Jahrzehnte lang inne. Nun ist er am vergangenen Freitag im Alter von fast 80 Jahren gestorben.
Bereits 1955 begann er seine Funktionärslaufbahn. Ob als Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Westheim (1955 bis 1970), als jahrzehntelanger Schiedsrichter (1969 bis 2006) bis in die Landes- und Bayernliga, als Spielgruppenleiter der Fußball-Spielgruppe Haßfurt (1971 bis 2003), als Betreuer der Unterfranken- und Bayernauswahlmannschaften der C- und D-Jugend (1987 bis 1993), als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter (2006 bis 2010) oder als Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Kreis Haßberge (2001 bis 2004) - der Träger des Bundesverdienstkreuzes (1998) war permanent im Einsatz.
Beim "Lubber" wussten die Vereinsvertreter und Fußballer, woran sie sind: Nicht unbedingt diplomatisch, aber ehrlich vertrat er die Interessen "seiner" Vereine und übte auch Kritik, wenn er sie für angebracht hielt. Dafür erntete er Respekt und Zuneigung - nicht umsonst geht es beim Hallenfußball-Turnier der Schiedsrichtergruppe Haßberge alljährlich um den Ludwig-Vogt-Gedächtnispokal.
Die Nachricht von Tod des leidenschaftlichen Funktionärs wird wohl fast alle, die mit ihm über die vielen Jahre seiner ehrenamtlichen Arbeit zu tun hatten, traurig stimmen. Mit ihm ist ein Original gegangen. nof/rn