Franziska Faber vom LAV 02 Neustadt und Swen Schiller vom MC Neustadt im ADAC sind die Sportler des Jahres 2015. Mannschaft des Jahres wurden die PSV Franken Kegler vom SKV Neustadt. Dieses Geheimnis der Sportlerehrung lüftete Radio-Eins-Moderator Thomas Apfel Freitagabend im Rathausfoyer allerdings erst zum Finale.
"Breitensport ist immer Gesellschaftsbewegung und doch lebt auch der Breitensport davon, Vorbilder in seinen Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern zu finden, echte Vorbilder. An ihnen orientieren wir uns in besonderer Weise, sie bewundern wir. Solche wollen und werden wir heute ehren", sagte Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) anerkennend.
Das Jahr sei sehr erfolgreich für die vielen kleinen, großen, jungen und älteren Sportler 2015 verlaufen und natürlich stehe die Sportler- und Mannschaftswahl des Jahres hierbei besonders im Fokus, steigerte Apfel die Spannung. Zunächst belohnten Stadtmedaillen in Bronze und Gold die besonderen Verdienste im sportlichen Ehrenamt, die Frank Rebhan mit dem Vorsitzenden des Stadtverbands , Martin Nußpickel, überreichte.
Musikalisch angefeuert, folgten die Ehrungen, die an sportliche Leistungen aktiver Sportler der Schüler/Jugend sowie Junioren/Erwachsenen- und Altersklasse erinnerten. Immer wieder entlockte Apfel den Sportlern charmant Wissenswertes ihrer Sportarten. Und die Ringer-Kids gaben auf Bitten und Betteln dann doch eine spontane Kostprobe, wie man den Gegner eben mal kurz aufs Kreuz legt.


Jubel bei den Keglern

Die Sportkegler vom SKV Neustadt jubelten, als man sie zur Mannschaft des Jahres kürte. "Na ja, wir waren ja auch schon ein paar Mal nominiert worden. Aber jetzt liegt das auch vielleicht daran, dass es in Neustadt keine Mannschaft wie uns gibt, die in der 2. Bundesliga so erfolgreich spielt", meinte Bastian Biederbach und seine Teamkollegen Michael Moosburger, Michael Lohrer, Jürgen Bieberbach, Jochen Geiger und Tobias Bieberbach stimmten dem voll zu. "Jedenfalls wollen wir morgen den Aufstieg in die erste Liga schaffen", sagten sie gutgelaunt. "Ich bin durch meine kegelverrückte Familie in diesen Sport reingerutscht", sagte Bastian lachend. Vater Bieberbach forcierte in den 80er Jahren diesen Sport in Neustadt. "Mitte 2000 stiegen wir auf zur Bundesebene". Onkel Jürgen Bieberbach übernahm die Führung, seit zwanzig Jahren als sportlicher Leiter. Vater Bieberbach kümmert sich um das Sponsern. Bastian Bieberbach reduzierte sein Training auf drei Stunden wöchentlich, denn die Familie stehe an erster Stelle, gefolgt von der Arbeit. "Aber der Sport gehört für mich absolut zum Alltag einfach dazu".
Sport sei Mord, habe einst Churchill gesagt, meinte OB Rebhan. "Hier in Neustadt ist das Gegenteil der Fall: Sport ist Leben. Und als solches wollen wir ihn heute gemeinsam feiern". Die Stadt blicke stolz auf ihre Sportler und ihre Leistungen. "Sport überwindet Hürden und zeugt Respekt. Die Integrationsleistung unserer Vereine in Neustadt ist keine Entwicklungsleistung ihrer Verbände und Ligen. Sie sind seit Jahrzehnten gar nicht hoch genug einzuschätzen", ergänzte Rebhan.


Hohe Bedeutung des Sports

Sport sei für die körperlich individuelle Entwicklung gut, für das Erleben von Werten und dem Sinn von Fairness und Regeln. "Sport macht uns alle in besonders schöner Weise zum sozialen Wesen. Die Begeisterung für echten Sport ist bei uns allen ungebrochen. Die sportlichen Vorbilder sind die eigentlichen Helden. Sie erzeugen in jedem Alter die Lebensfreude, die Menschen im Alltag trägt. Wer sich im Sport engagiert, engagiert sich immer auch für unsere Gesellschaft.", wandte er sich an alle Vereine.