SPD nominiert einstimmig Reiner Büttner als Landratskandidaten
Autor: Redaktion
Gräfenberg, Dienstag, 12. November 2019
An die 50 Genossen konnte SPD-Kreisvorsitzender Laurenz Kuhmann am vergangenen Samstag in den Räumlichkeiten des TSV Gräfenberg begrüßen. Bei der Nominierungsversammlung wurde der Vorschlag des Kreisv...
An die 50 Genossen konnte SPD-Kreisvorsitzender Laurenz Kuhmann am vergangenen Samstag in den Räumlichkeiten des TSV Gräfenberg begrüßen. Bei der Nominierungsversammlung wurde der Vorschlag des Kreisvorstandes und der Kreistagsfraktion, Reiner Büttner als Spitzenkandidaten und Landratskandidaten der SPD im Landkreis Forchheim bei der Kommunalwahl 2020 ins Rennen zu schicken, in geheimer Wahl einstimmig angenommen.
Gestalten statt verwalten
Der zweifache Familienvater Reiner Büttner hatte zuvor ausführlich seine politischen Ziele erläutert. "Der Landkreis darf nicht nur verwaltet werden. Ich möchte den Landkreis gestalten", erklärte Büttner. "Ich möchte mich jedoch auch schützend für den Erhalt unserer Landschaft und unserer kleinteiligen und vielschichtigen Lebensweise einsetzen. Diese Lebensweise macht den Landkreis so attraktiv."
Eine erstes wichtiges Thema sieht Büttner in einem Verkehrskonzept für den Landkreis: "Wie der Presse zu entnehmen war, hat sich die Zahl der Pendler im Landkreis seit 2000 um 26 Prozent erhöht. Täglich fahren um die 30 000 Menschen zu ihrem Arbeitsplatz."
Teil dieses Verkehrskonzeptes sei es, durch eine kostenlose Testphase des ÖPNV diesen noch attraktiver zu machen. So könnten die Bürger Erfahrungen mit dem ÖPNV sammeln, und die Verkehrsplaner erhielten ein wichtiges Feedback. Die B-470-Ostspange lehnt Büttner als "Lösung von vorgestern" ab, begrüßt allerdings eine Ortsumfahrung von Gosberg.
Einen weiteren Punkt zur Vermeidung von Verkehr und Teil der Wirtschaftsförderung im Landkreis sieht der Fraktionsvorsitzende im Forchheimer Stadtrat auch in der Schaffung von Gründerzentren und CoWorking-Plätzen im Herzen der Fränkischen Schweiz. Hierzu setzt sich der Forchheimer Kreisrat auch für den weiteren Ausbau der Glasfasernetze und von schnellen Mobilfunknetzen ein.
Ein Landkreis müsse auch ein attraktiver Arbeitgeber sein. Hierfür sei es wichtig, sachgrundlose Befristung abzuschaffen, wie es die Stadt Forchheim unter Uwe Kirschstein getan habe, und zum Beispiel die Gesundheitsförderung für Angestellte in der Krankenhausgesellschaft auszubauen.