SPD fordert Schutz für Informanten

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Die SPD im bayerischen Landtag will Hinweisgeber, die Missstände in der Pflege melden, besser vor Arbeitsplatzverlust und Benachteiligung schützen. Ein ents...

Die SPD im bayerischen Landtag will Hinweisgeber, die Missstände in der Pflege melden, besser vor Arbeitsplatzverlust und Benachteiligung schützen. Ein entsprechender Antrag laut einer Pressemeldung der SPD wird am heutigen Dienstag im Gesundheitsausschuss beraten. "Damit wollen wir Konsequenzen aus dem Fall Gleusdorf ziehen, wo in der Seniorenresidenz Kontrollen zwar stattfanden, aber nicht wirksam waren und zwei Menschen starben.
Die Behörden wären dringend auf Hinweise von Angehörigen und Pflegekräften angewiesen gewesen", erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann.
Missstände in der Pflege könnten nur behoben werden, wenn sie bekanntgemacht werden, stellt die Münchner Sozialpolitikerin fest. Und hier sei man auf Hinweise von Beschäftigten angewiesen. "Doch diese mutigen Menschen müssen wir unterstützen.
Informanten, sogenannte "Whistleblower", erhalten in vielen Ländern gesetzlichen Schutz, gehen aber in Deutschland ein sehr hohes persönliches Risiko ein", argumentiert Waldmann. Die Landtags-SPD fordert in ihrem Antrag ein Bündel von Schutzmaßnahmen für die "Whistleblower". red