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SPD: Betroffene bei Neubau mit einbinden


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Kronach, Mittwoch, 30. Oktober 2019

Der Neubau der sanierungsbedürftigen Spitalbrücke ist eines der größten, aber auch kritischen Baumaßnahmen der Stadt Kronach in den kommenden Jahren. Denn während der Bauphase ist die Innenstadt aus R...


Der Neubau der sanierungsbedürftigen Spitalbrücke ist eines der größten, aber auch kritischen Baumaßnahmen der Stadt Kronach in den kommenden Jahren. Denn während der Bauphase ist die Innenstadt aus Richtung Süden und Osten schlechter erreichbar. Damit hat die Baumaßnahme Auswirkungen auf die Geschäfte und Dienstleister in diesem Bereich, die einen Rückgang der Kunden befürchten.

Ziel der SPD-Stadtratsfraktion ist es, die negativen Auswirkungen für die Innenstadt und insbesondere die direkt betroffenen Anlieger in der Spitalstraße so gering wie möglich zu halten. Bei einer Ortsbesichtigung besprachen die Stadträte Maßnahmen, wie man die Anwohner während der Bauphase entlasten könne. Ganz besonders betroffen ist Andrea Lieb mit ihrem Optikergeschäft, das direkt an der Brücke liegt. Da die Brücke aufgrund des Hochwasserschutzes circa 50 Zentimeter höher gelegt werden muss, liegt das Gebäude, das auch einen Durchgang für die Fußgänger aufweist, dann zum Straßenniveau deutlich tiefer. Der Gehsteig und der Durchgang für die Fußgänger auf dieser Seite der Brücke bleiben erhalten. Aber die Erreichbarkeit des Gebäudes über die Spitalstraße ist während der Baumaßnahme nicht gegeben.

Frühzeitig informieren

Diese Häuserzeile muss deshalb während der Bauphase durch die Johann-Knoch-Gasse erreichbar sein. Hier wünscht sich die SPD-Fraktion eine frühzeitige und intensive Information sowie eine deutliche Ausschilderung, so Stadtrat Thilo Moosmann. Für die Kunden sollten deshalb in diesem Bereich so viele Parkplätze wie möglich ausgewiesen werden.

Denkbar sei auch, dass man den betroffenen Anwohnern während der Bauphase einen kostenlosen Parkplatz im Parkdeck zur Verfügung stelle, schlug Stadtrat Klaus Simon vor.

Die Fraktion besuchte auch Andrea Lieb, um sich ein Bild davon zu machen, wie das Gebäude erreicht werden kann. Der Laden sei dann nur durch den Hintereingang zu begehen, der durch die Werkstatt führe, erläuterte sie. Es gibt zwar auch einen schmalen Zugang entlang der Hochwassermauer um das Gebäude herum. Dass dieser während der Bauarbeiten mit schwerem Gerät nutzbar bleibe, sei allerdings mehr als fraglich. Hier müsse die Stadt ihre Unterstützung anbieten, den Zugang zum Geschäft vernünftig zu gestalten, forderte Stadtrat Hans Simon.

Da auch zahlreiche Versorgungsleitungen, auch von der Telekom, in der Brücke verlaufen und mit der Baumaßnahme verlegt werden müssen, wies Stadtrat Edgar Dunst darauf hin, dass der Zeitplan diese Arbeiten im Vorfeld klar geplant und geregelt werden müsse, um Verzögerungen zu vermeiden und die geplante Bauzeit von März bis Oktober sicher einzuhalten. vz