Damit es gar nicht erst zu einem Badeunfall kommt, empfiehlt Konrad Hauptmann, Vorsitzender der Wasserwacht Bad Staffelstein, mit Kindern, die noch nicht so sicher schwimmen, in der Nähe des Ufers zu bleiben. "Dort kann ich mich selbst jederzeit hinstellen und dem Kind so helfen, wieder ans Ufer zu kommen", sagt der 50-Jährige.

Doch nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen kommt es vor, dass ihnen mitten auf dem See die Kraft ausgeht. "In dem Fall ist es am besten, in Rückenlage zum nächsten Ufer zu schwimmen. Oft sind die Ursache dafür, dass Erwachsene nicht mehr weiterkommen, Krämpfe in den Beinen. In Rückenlage kann man sich mit den Armen bewegen.

Bretter und Bojen zur Rettung

In jedem Fall, so berichtet Hauptmann, ist es eine Option, um Hilfe zu rufen. "Die Wasserwacht und die DLRG haben bestimmte Bretter, mit denen sie den Badegästen zurück ans Ufer helfen." Außerdem gibt es Rettungsbojen, an denen sich die Personen festhalten können, um dann ans Ufer gezogen zu werden. "Für uns Rettungskräfte ist es besser, wenn sich der Gast in Rückenlage befindet. So kann während der Rettung beruhigend auf ihn eingeredet werden, was sehr viel bringt."

Wer langsam ins Wasser geht beugt dem Ebensfelder zufolge der Gefahr vor, einen Kälteschock zu bekommen. "Das Wasser hat im Sommer etwa 18 bis 19 Grad, wer langsam reingeht, gewöhnt sich an die Temperatur." Weil Badeseen stille Gewässer sind, sagt Hauptmann, sind Strömungen eher unüblich. Wasserpflanzen würden auch keine große Gefahr darstellten. "Wer sich dennoch in einer Pflanze verheddern sollte, soll sich auf den Rücken legen und langsam ans Ufer schwimmen. Wasserpflanzen wachsen in der Regel in Ufernähe."

Auf schwere Mahlzeiten, wie einen Sauerbraten, sollte vor dem Schwimmen verzichtet werden. "Man sollte generell nach dem Essen eine Stunde lang keinen Sport machen", sagt Hauptmann. Nach dem Essen sei es am besten, im Schatten zu bleiben. "Wer einen kleinen Snack, wie zum Beispiel Obst zu sich nimmt, kann danach ohne Bedenken schwimmen."