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Sechs Vereine trainieren künftig wie Profis


Autor: Redaktion

LKR Forchheim, Donnerstag, 28. Sept. 2017

Zwar hatten sich nur sechs Fußballvereine aus dem Landkreis Forchheim für eine von der Volksbank gesponserte Trainingsausrüstung interessiert, dafür legten ...
Volksbank-Vorsitzender Joachim Hausner (li.) und Julien Denis, Geschäftsführer von Sports Innovation Technologies (re.), übergaben die Trainingskoffer an (v. li.) Silvia Wagner (TSV Kirchehrenbach), Christian Baier (JFG Aischtal), Sven Schulze (FC Burk), Stefan Pieger (FC Schlaifhausen), Sebastian Hutzler (FC Wichsenstein) und Wolfgang Dürrbeck (TSV Ebermannstadt).  Foto: privat


Zwar hatten sich nur sechs Fußballvereine aus dem Landkreis Forchheim für eine von der Volksbank gesponserte Trainingsausrüstung interessiert, dafür legten sie sich in ihren Bewerbungen so ins Zeug, dass alle einen Koffer der Firma Sports Innovation Technologies GmbH & Co. KG aus dem Medical Valley in Empfang nehmen durften. Ursprünglich hatte die Bank "nur" fünf Klubs unterstützen wollen. "Wir waren positiv überrascht, wie engagiert die Klubs in der Jugendarbeit sind", berichtete Volksbank-Vorsitzender Joachim Hausner bei der Übergabe.


Utensilien im Wert von 3000 Euro

Auch bei der offenen Frage "Warum sollte gerade Ihr Verein eines der exerlights-Pakete erhalten?" hätten sich die Bewerber äußerst kreativ gezeigt. Vertreter des TSV Kirchehrenbach, FC Wichsenstein, FC Schlaifhausen, TSV Ebermannstadt, FC Burk und der JFG Aischtal nahmen die Koffer in Empfang, in denen Trainingsutensilien im Wert von 3000 Euro stecken. "Das innovative Trainingspaket wurde von einem Start-up vor unserer Haustür entwickelt", erläuterte Hausner, der andeutete, mit der Aktion sowohl Vereine aus der Region als auch das junge Unternehmen fördern zu wollen.
Das Produkt besteht aus LED-Shirts und einer dazugehörigen App, mit deren Hilfe Trainer die Aufmerksamkeit, das Umschaltverhalten und die Spielintelligenz ihrer Schützlinge verbessern können. "Es sind Einheitsgrößen für acht Spieler", erklärte Geschäftsführer Julien Denis. Somit könnten auch Erwachsene das Material verwenden. Weitere Leuchten sind zur Markierung der Tore vorgesehen. "Man kann sie auch an Hütchen festmachen, wenn man keine kleinen Tore besitzt", sagte Denis.
Die Farben der LED-Shirts, die die Spieler beim Training wie ein Leibchen anziehen, können vom Trainer über die App gesteuert werden, so dass verschiedene Spielsituationen trainiert werden. Innerhalb weniger Sekunden kann der Übungsleiter die Zusammensetzung der Mannschaften sowie die zu bespielenden Tore ändern. Das Potenzial von exerlights hat unter anderem die Hype-Foundation erkannt und Sports Innovation Technologies als viertbestes Start-Up im Fußball weltweit ausgezeichnet.
Die sechs Pakete gehören zu den ersten 30 verkauften des Unternehmens, das mit den Koffern seit einigen Wochen auf dem Markt ist. Berühmtester Abnehmer ist die Fußballschule von Real Madrid, die exerlights derzeit in mehreren Ländern probeweise anwendet.


Schals als Aufmerksamkeit

Stefan Pieger vom FC Schlaifhausen wusste das Geschenk besonders zu schätzen und revanchierte sich mit einem Schal seines Vereins für Hausner und Denis. Gleichwohl wies der Bankchef darauf hin, dass es sich nicht um ein reines Geschenk handle: "Mit dem Eigenanteil von 500 Euro und der Bewerbung wollten wir erreichen, dass die Vereine eine bewusste Entscheidung für das Produkt treffen und die Trainingsutensilien nicht ungenutzt im Keller verschwinden."
Im Koffer ist ein WLAN-Netz mit einer Reichweite von mindestens 60 Metern integriert, die Leuchten funktioniere also auch in schlecht mit Internet versorgten Gegenden. Der Akku halte etwa drei Stunden, die Technik sei spritzwassergeschützt, erläuterte der 29-jährige Julien Denis. red/rup