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Sabine Dittmar fordert Rahmenvertrag für ambulante Palliativversorgung


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Bad Kissingen, Sonntag, 13. Oktober 2019

Der ehrenamtliche Einsatz vieler Hospizhelfer steht im Mittelpunkt des Deutschen Hospiztages am Montag, 14. Oktober. In einer Pressemeldung bezeichnet die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar die ...


Der ehrenamtliche Einsatz vieler Hospizhelfer steht im Mittelpunkt des Deutschen Hospiztages am Montag, 14. Oktober. In einer Pressemeldung bezeichnet die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar die vielen Ehrenamtlichen als "das Rückgrat der Hospizbewegung".

"Es ist eine große Herausforderung, Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, für sie, aber auch für die Familien da zu sein", lobt Sabine Dittmar den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit und der Sterbebegleitung. Als ausgebildete Ärztin wisse sie, wie wichtig eine kompetente Begleitung der Familien in den schwersten Stunden ist, wenn es gilt Abschied von lieben Menschen zu nehmen.

"Für das, was Hospizvereine und Sterbebegleiter leisten, kann man eigentlich gar nicht genug Danke sagen." Gerade deshalb sei es wichtig, dass der Gesetzgeber Anreize fürs Ehrenamt schafft und die Rahmenbedingungen verbessert. Das bereits 2015 verabschiedete Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen. Unter anderem wurde dort festgelegt, dass bei den Zuschüssen für ambulante Hospizdienste auch die gerade im ländlichen Bereich oft enormen Fahrtkosten für die ehrenamtlichen Helfer berücksichtigt werden.

Aus Sicht der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD im Bundestag werde es aber auch Zeit, dass es endlich einen einheitlichen Rahmenvertrag für die Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung gebe. Eine erste Frist für den Abschluss einer Vereinbarung sei am 30. September verstrichen. Weitere Gespräche sollen aber in den kommenden Wochen stattfinden. "Ich werde die Verhandlungen genau verfolgen und hoffe, dass es so zeitnah wie möglich ein Ergebnis gibt, das dann in einen Rahmenvertrag mündet", wird Sabine Dittmar in dem Schreiben zitiert.

Der könnte dann auch ein Signal sein. "Hospiz wird in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle einnehmen", sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete. Um die, vor allem im ambulanten Bereich, ausfüllen zu können, brauche es auch noch mehr Menschen, die bereit sind, sich im Bereich Sterbebegleitung ehrenamtlich zu engagieren.

"Nicht nur die Zahl, sondern auch die Palette muss größer und breiter werden", wünscht sich Sabine Dittmar, dass das Motto des Welthospiztages "#buntesehrenamthospiz" greift. Bisher sind es, laut einer Studie des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbands (DHPV), nämlich vor allem Frauen in der späten Erwerbs- oder Nacherwerbsphase, die sich für die Hospizarbeit entscheiden. "Wir brauchen aber vermehrt jüngere Menschen, Männer sowie Menschen mit Migrationserfahrung, die ihren kulturellen Hintergrund und ihre Sprache in die Begleitung einbringen." red