Das jährlich veranstaltete Nuss-Schießen der Schützengilde war in Höchstadt einer der Höhepunkte in der Vorweihnachtszeit. Die Schützen trafen sich in ihrem Vereinsheim, um gemeinsam ihre Akzente für eine friedliche Weihnachtszeit zu setzen. Das Nuss-Schießen leitete eine der schönsten Vereinszusammenkünfte des Jahres ein - die Weihnachtsfeier.

Am Schießen auf die an einem Tannenbaum hängenden Walnüsse beteiligten sich in diesem Jahr 73 Mitglieder des Vereins. Dabei waren die Frauen genauso begeistert bei der Sache wie ihre männlichen Schützenkollegen. Die Teilnehmerzahl in diesem Jahr war rekordverdächtig.

Walnüsse als Ziele

Beim Nuss-Schießen steht in dem Raum, wo sonst mit Luftdruckwaffen auf kleine Metallkästen mit Schießscheiben geschossen wird, ein Tannenbaum. Statt des üblichen Weihnachtsschmuckes hängen Walnüsse als Ziele daran. Die Anzahl der getroffenen Nüsse erlaubt den Vergleich der Schützen.

Nebenan messen die Schützen ihre Treffsicherheit noch beim Schießen auf eine der üblichen Zehner-Ringscheiben. Hier wird dann der Beste geehrt. Ihm wird die Winter-Schießscheibe aus Holz, kunstvoll mit winterlichem Motiv bemalt, übergeben. Wie bei einem Schützenvergleich im Verein üblich, spendiert jener Schütze diese Scheibe, der sie im Vorjahr errang.

Für alle Teilnehmer des Nuss-Schießens steht bei der anschließenden Weihnachtsfeier eine lange Tafel mit vielen schönen Überraschungen bereit. Die Namen der Teilnehmer werden von zwei kleinen Mädchen, Kindern von Vereinsmitgliedern, gezogen. Die Genannten dürfen sich dann von der langen Tafel ein Geschenk aussuchen. Auf dieser Tafel war von langen harten Würsten, über Schinken, Liköre und Biere, Glas-, Porzellan- und Metallgegenständen bis hin zu Blumentöpfen mit "Weihnachtsstern" alles zu finden. Doch bevor der Geschenkereigen begann, begrüßte Vorsitzender Holger Weirowski die Ehrengäste: Bürgermeister Gerald Brehm, die Ehrenvorsitzenden Lorenz Plätzer und Werner Fumy und Ehrenschützenmeister Albert Dresel. Der über 85-jährige Lorenz Plätzer ließ es sich nicht nehmen, mit gutem Schuss sein noch immer vorhandenes Können unter Beweis zu stellen. Plätzer stand der Schützengilde 16 Jahre lang vor.

In einem Grußwort würdigte der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Schützengilde 1806 als dem ältesten und traditionsreichsten Verein der Stadt.

Nikolaus-Geschenke für Kinder

Die Ankunft des Nikolaus löste dann nicht nur bei den Kindern große Freude aus. Der Nikolaus hatte ein kleines Geschenk für jedes anwesende Kind. Er würdigte die Arbeit des alten und des neuen Vorstandes und dankte allen Schützengilde-Mitgliedern für ihre Arbeit. Gemeinsam gesungene Lieder wie "Alle Jahre wieder" und "O du fröhliche" steigerten die vorweihnachtliche Stimmung.

Zum Höhepunkt der Weihnachtsfeier wurde die Übergabe der Winter-Schießscheibe an den Sieger des Weihnachtsschießens, Robert Fehm. Den zweiten Platz belegte Jürgen Päßler und auf Rang drei kam Eugenie Porzner-Schirl. Dieter Gropp