Auf der Agenda des Gemeinderates standen die Planungen für einen Machbarkeitsnachweis in Sachen Siedlungsstraße 1 und 3 in Schönbrunn. Hierbei handelt es sich um die Liegenschaften "alter Kindergarten" und "altes Gemeindehaus". Eine Renovierung lohne sich nicht, so der Tenor in den letzten Sitzungen. Der Zahn der Zeit habe den Gebäuden schwer zugesetzt.

Bürgermeister Dirk Friesen (CSU) hatte für die Vorstellung der Planungen den Architekten Christoph Gatz aus Bamberg zur Sitzung eingeladen. Bei der Planung war zu berücksichtigen, wie das Gebäude in der Dorflandschaft liegt. Das Rathaus sollte visuell beim Neubau in den Blickpunkt genommen werden, so Gatz. Der Baukörper wird durch einen Zwischenbau in zwei Teile geteilt. Für die insgesamt 13 Wohneinheiten stehen 20 Stellplätze auf der Südseite zur Verfügung. Auf der Nordseite sollen sechs Stellplätze für die Öffentlichkeit entstehen. Es fallen Baukosten von rund 2,2 Millionen Euro an.

Die Räte stimmten einstimmig für die Planungen des Architekten. Die Verwaltung wurde beauftragt, für dieses Bauobjekt geeignete Investoren zu finden. Ab Dezember soll eine öffentliche Ausschreibung stattfinden.

Weiteres Thema im Gremium war der Neuerlass einer Satzung für die Erhebung der Hundesteuer. Das Bayerische Staatsministerium hat am 28. Juli eine entsprechende Mustersatzung erstellt. Jede Gemeinde entscheidet für sich, ob sie das Halten von Hunden besteuert. Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Sie besteuert den Aufwand, der durch das Halten eines Hundes entsteht. Nach Angaben der Verwaltung sind im Gemeindegebiet Schönbrunn 166 Hunde registriert. Dazu kommen noch zwei Kampfhunde.

Auch Hundeklos kosten

Die Gemeinde Schönbrunn benutzt diese Hundesteuer aber nicht als eine willkommene Einnahmequelle, sondern hat auch Hundeklos aufgestellt, die regelmäßig geleert werden. An Einnahmen waren im Kalenderjahr 2019 insgesamt 5300 Euro zu verbuchen. Die Hundesteuer beträgt für den ersten Hund 40, für jeden weiteren Hund 50 Euro. Die Steuer für Kampfhunde beträgt 600 Euro, so der mehrheitliche Beschluss des Gemeinderates.

Die Gemeinde Schönbrunn fördert durch die Gewährung von Zuschüssen und Beihilfen die Arbeit der örtlichen Vereine und Organisationen auf sportlichem, kulturellem, kirchlichem und gemeinnützigem Gebiet. Der Schützenverein Hubertus hat bei der Gemeinde einem Zuschussantrag für die Renovierung des Kleinkaliberstandes beantragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 13 000 Euro. Nach den Richtlinien der Vereinsförderung wird ein Zuschuss von 15 Prozent (1950 Euro) nach Vorlage der Rechnungen gewährt.