Realschüler zeigen Einsatz, der mit Geld nicht aufzuwiegen ist
Autor: Redaktion
Herzogenaurach, Freitag, 26. Juli 2019
"Ihr habt in diesem Schuljahr über 100 000 Euro eingearbeitet. Die bekommt ihr freilich nicht ausbezahlt, sondern das war eine ehrenamtliche Tätigkeit", beschied Herzogenaurachs Bürgermeister German H...
"Ihr habt in diesem Schuljahr über 100 000 Euro eingearbeitet. Die bekommt ihr freilich nicht ausbezahlt, sondern das war eine ehrenamtliche Tätigkeit", beschied Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) in einer kleinen, aber feinen Feierstunde am vorletzten Schultag in der Realschule den dort versammelten Eltern und Schülern, die gekommen waren, um ihre FSSJ-Zeugnisse entgegenzunehmen.
Das Freiwillige Soziale Schuljahr nach dem Neustädter Modell ermöglicht es Schülern der achten Jahrgangsstufe, Einblicke in soziale Berufe zu bekommen, teilt die Realschule mit. Während eines Schuljahres sind die Schüler ehrenamtlich meist zwei Stunden in der Woche an vielen Einsatzstellen tätig: Tafelläden im Landkreis, Kindergärten und Kitas, Alten- und Pflegeheime, Kliniken, Schulen, Stätten der Jugendarbeit, in der Gemeinde oder in Kirchengemeinden bis hin zu Feuerwehr, Tierheimen und Reiterhöfen.
"Diese Jugendlichen verdienen es, im Rahmen eines solchen Festakts eine besondere Würdigung ihres Engagements zu erfahren", sagt Ruth Silberschneider, die das FSSJ an der Realschule seit Jahren organisiert. Zu diesem besonderen Rahmen gehörte, dass die Veranstaltung musikalisch von der Percussiongruppe unter der Leitung von Marion Spitz und dem Schulchor, geleitet von Nina Ulmer, umrahmt wurde. Für das leibliche Wohl sorgte Anne Steger, die zusammen mit ihrem Schülerteam Fingerfood kredenzte.
Die Bedeutung der Zeugnisverleihung und der Stellenwert des großen Engagements der Schüler wurde auch durch die Anwesenheit des Landrats Alexander Tritthart (CSU) unterstrichen, der in seiner Rede ebenfalls ausdrücklich den Schülern für ihre enorme Unterstützung dankte und den positiven Aspekt hervorhob, dass die 80 Stunden, die jeder im Laufe dieses Schuljahres ableistete, eine gute Vorbereitung auf eine ehrenamtliche Tätigkeit auch im späteren Leben seien.
Positive Impulse
Doch nicht nur das ist ein Effekt des FSSJ, heißt es in der Pressemitteilung der Schule weiter. Neben der Stärkung des sozialen Verantwortungsbewusstseins und dem Einblick in berufliche Chancen und Möglichkeiten werden gerade diese vielleicht dadurch erhöht, dass man sein FSSJ-Zeugnis im nächsten Schuljahr der Bewerbung beilegen kann. Insgesamt ließ die feierliche Vergabe der Zeugnisse die Schüler spüren, dass sie etwas Besonderes geleistet haben und dass oft erst ein ehrenamtliches Engagement Momente ermöglicht, die dem eigenen Leben, aber auch dem Leben anderer positive Impulse geben und es ein Stück lebenswerter machen. red