Bereits letzten Oktober hatte der Pretzfelder Bauausschuss den Friedhof besichtigt und über Anregungen zur Beseitigung von Missständen sowie über Verbesserungen diskutiert. Dem Gemeinderat wurde empfohlen, Ideen von Fachplanern einzuholen. Landschaftsarchitekt Jörg Czerwonka hatte der Verwaltung im Mai seine Planungsentwürfe vorgestellt, die auch im Marktrat diskutiert worden waren.


Resonanz vorhanden

"Die Pläne lagen ja zur öffentlichen Einsicht aus. Es waren auch interessierte Bürger da und haben sich die angeschaut", berichtete Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen) im Marktgemeinderat. Sie habe Pfarrer Florian Stark getroffen, um dessen Vorschläge aufzunehmen. Im Juni konnten die Pretzfelder ihre Ideen einbringen. Einer hatte wohl Bedenken, dass die Veränderungen negative Auswirkungen auf das Grab seines Großvaters haben könnten.


Verlegung

"Es gab aber keine kritischen Stimmen zur Anlagenplanung. Und viele Ideen hatten wir schon berücksichtigt", informierte Stark. Es solle auch überlegt werden, ob verstorbenen Ehrenbürgern ein eigener Bereich zugewiesen werden könnte. Auch hätten die Pretzfelder zugestimmt, dass das Priestergrab dauerhaft an einer schöneren Stelle vorzusehen sei.
"Geplant ist eine breitere Einfahrt und die Möglichkeit, Material zu lagern", erklärte die Bürgermeisterin. Früher seien die Schächte mit der Schaufel ausgehoben worden, jetzt müsse man kleinen Baggern den Zugang zu den Gräbern ermöglichen.
Maria Hack (FA) wies auf die Wichtigkeit von Urnengräbern hin: "Das wird mir immer wieder gesagt, denn sonst weichen Interessierte auf andere Friedhöfe aus." Geschäftsleiter Andreas Pfister wies darauf hin, dass das generationenübergreifende Planungskonzept einen Urnenkreis vorsehe. Derzeit soll die alte Rampe erhalten bleiben.
Da die Gehwege in schlechtem Zustand sind, beschloss der Gemeinderat, die abzweigenden Wege schnellstmöglich mit Schotter sanieren zu lassen.


Preise checken

Für die Grabfelder und den Urnenkreis soll erst ein Honorarangebot eingeholt werden. Dazu wandte Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB) ein, dass man darauf achten müsse, mit den Kosten im Rahmen zu bleiben.