und Richard Sänger

Das Radfahren ist eines der Lieblingsthemen der Agenda 21, und da besonders des Arbeitskreises Mobilität und Verkehr. Gleich dreimal wurden in der jüngsten Sitzung des Agendabeirates Themen behandelt, die sich auf mögliche Radwege bezogen.
Unter anderem wurde der Wunsch geäußert, entlang der Nordumgehung, zwischen Einsteinstraße und Nutzungsstraße einen Radweg zu bauen. Unterschrieben war der Antrag von Ursula Walther, die in der Sitzung auch zugegen war.
Den Antragstellern ging es darum, die Radwegverbindung zwischen der Herzo Base und der Unterführung des Hans-Ort-Rings durch die Nutzungsstraße akzeptabel auszubauen. Denn bislang müssten alle Radler einen Umweg machen. Daher wurde vorgeschlagen, eine solche Verbindung ab dem Ende der Einsteinstraße zu realisieren.
Damit allerdings hatten sie kein Glück. Dieser Vorschlag hätte keinerlei Aussicht auf Erfolg, wurde in der Sitzung gesagt. Denn das gesamte Stück parallel zur Nordumgehung laufe auf Privatgrund und das wäre schlicht nicht sinnvoll machbar.
Aber es sei im Bebauungsplan Reihenzach (künftige Stadthalle) durchaus ein Radweg vorgesehen, der auch gebaut werden soll. Das verdeutlichte die städtische Umweltbeauftragte Monika Preinl anhand einer Grafik. Dieser Radweg soll von der Herzo Base herab in die Einsteinstraße führen. Und umgekehrt. Und dafür gebe es zwei Alternativen. Bei beiden Varianten seien die Wege zum Großteil schon grundsätzlich vorhanden. Der Rest könne problemlos realisiert werden, weil die Planungsgrundlage schon gegeben sei, sagte Preinl im Gespräch mit dem FT.
Ein einziges Problem allerdings gebe es noch: Für die Variante 1 (siehe auch Grafik) fehlt noch ein Streifen von einhundert Metern. Auch der befinde sich auf Privatgrund. Die Realisierung wäre daher noch lange nicht gesichert.
Bürgermeister German Hacker (SPD) fand diesen Vorschlag durchaus gut. Er könnte sich dem auch anschließen, sagte er, wenn da nicht dieser Teil auf Privatgrund wäre. Hacker führte an, dass frühere Gespräche mit dem Eigentümer zu keinem Ergebnis geführt hätten.
Dennoch scheint dieser Lückenschluss noch nicht vom Tisch, die Stadt wolle dran bleiben, sagte der Bürgermeister. Allerdings muss man das wohl auch nicht zwingend durchführen. Denn diese Alternative (1375 Meter) und die zweite städtische Alternative (1465 Meter) sind nahezu gleich lang.
Und 1321 Meter Länge hätte der Vorschlag der Agendaleute, der abgelehnt wird. Auch diese 140 Meter Unterschied seien für einen Radweg wirklich nicht entscheidend.
Als Begründung hatten die Antragsteller für ihre Wunschtrasse ausgeführt, dass zwar die Radwegverbindung ab der Herzo Base bis zur Unterführung des Hans-Ort-Rings akzeptabel ausgebaut sei. Wer aber von da zum Gewerbegebiet (Kaufland, Biomarkt, Arbeitsplätze) weiterfahren will, müsse einen Umweg machen. Das ließe sich laut Walther mit einem Radweg ändern, der am Ende der Einsteinstraße nach Norden führt (Fortsetzung des Radwegs, der an dieser Stelle von Süden kommt) und an der Nordumgehung nach Osten bis zur Unterführung. Ein Radweg an der Nordumgehung käme laut Agenda-Arbeitskreis vor allem zwei stark wachsenden Zielgruppen zugute: den Bewohnern der Herzo Base und allen, die ihren Arbeitsplatz in der Einsteinstraße haben und mit dem Rad fahren.