In das Thema "Bahnhof Burgkunstadt barrierefrei machen" kommt zumindest ein wenig Bewegung. In einem Antrag forderte SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld aus Altenkunstadt die Staatsregierung auf, sich im Bund und bei der Deutschen Bahn auch weiterhin mit Nachdruck für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs in Burgkunstadt einzusetzen. Zudem forderte sie, den Bahnhof endlich in das Förderprogramm "Bayern-Paket II" aufzunehmen.
Der Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des Bayerischen Landtags sieht - genau wie Biedefeld - die Notwendigkeit gegeben, den Bahnhof barrierefrei zu gestalten, da sich in Burgkunstadt eine große Einrichtung von Regens Wagner befindet.


Rund 500 behinderte Menschen

In dieser leben und arbeiten etwa 500 Menschen. Hinzu kommen noch zahlreiche Außenstellen, Wohngruppen und eine Werkstatt für behinderte Menschen in der Region. Trotzdem ist der Bahnhof in Burgkunstadt immer noch nicht barrierefrei ausgebaut. Ein Missstand, auf den die Abgeordnete bereits seit mehreren Jahren immer wieder aufmerksam gemacht hatte, der jedoch bisher noch nicht behoben wurde.
So scheiterte laut Oberster Baubehörde die Aufnahme in das "Zukunftsinvestitionsprogramm 2016-2018" des Bundes an mangelndem Fortschritt der Bauplanungen, und auch die ursprünglich im Antrag angedachte Aufnahme des Bahnhofs Burgkunstadt in das Förderprogramm "Bayern-Paket II" kann, aufgrund fehlender Mittel, nicht realisiert werden.
Die CSU unterstrich in der Diskussion im Wirtschaftsausschuss aber die große Bedeutung eines barrierefreien Bahnhofs in Burgkunstadt, räumte ein, in den vergangen Jahren zu wenig dafür getan zu haben, und sprach die Hoffnung aus, dass auf Bundesebene Nachfolgeprogramme zur Förderung barrierefreier Bahnhöfe in Bayern folgen. Konsens bestand darin, dass der Burgkunstadter Bahnhof in einem möglichen weiteren Förderprogramm absolute Priorität genießen müsse.
Biedefeld bewertete den Antrag als Teilerfolg für das Projekt des barrierefreien Bahnhofs. Schließlich hätten die Mitglieder des Ausschusses einstimmig beschlossen, dass die Bayerische Staatsregierung sich nachdrücklich bei Bund und DB dafür einsetzen wird, den Bahnhof aufgrund des hohen Bedarfes barrierefrei auszubauen.
Von einem barrierefreien Bahnhof würden nicht nur die Angestellten und Bewohner von Regens-Wagner profitieren - auch den Bewohnern von Seniorenheimen würden solche Maßnahmen zugutekommen. Letztendlich wäre die Realisierung für viele Bürger und die ganze Region ein Gewinn.


Hartnäckigkeit gefordert

Aufgabe der Stadt Burgkunstadt sei es, hartnäckig gegenüber der Deutschen Bahn auf die erforderliche Bauplanung zu bestehen. "Was nutzen alle Förderprogramme, wenn keine fertige Bauplanung vorhanden ist.", so Susann Biedefeld.