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Polio-Treff erstmals in Ebrach


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Ebrach, Montag, 22. Mai 2017

Mehr als zwei Drittel der in jungen Jahren erkrankten Poliobetroffenen leiden heute mehr denn je unter ihrer Krankheit und den Spätfolgen. Viele, die sich b...


Mehr als zwei Drittel der in jungen Jahren erkrankten Poliobetroffenen leiden heute mehr denn je unter ihrer Krankheit und den Spätfolgen. Viele, die sich bei den großen Epidemien der 30er, 40er und 50er Jahre angesteckt haben, wissen nicht, dass die damalige akute Infektion auch die Ursache für die nun neuen neurologischen Gesundheitsprobleme ist. Das Post-Polio-Syndrom ist auch bei vielen Ärzten nicht bekannt. Dies ist oftmals auch unabhängig vom Grad der damals zurückgebliebenen orthopädischen Folgeschäden.
Um Poliobetroffenen, die nicht mehr allzu mobil sind, auf kurzem Wege zu ermöglichen, sich über die Spätfolgen der Kinderlähmung, das PPS, über Behandlungsmöglichkeiten und über Erfahrungen anderer Betroffener zu informieren und auszutauschen, bietet die Regionalgruppe Nürnberg des Bundesverbandes Polio e.V. jährlich einmal einen sogenannten "Polio-Vorort-Treff" in der Region an. 2017 findet dieser am Freitag, 2. Juni, in Ebrach am Baumwipfelpfad Steigerwald statt. Vormittags besteht ab 10.30 Uhr die Möglichkeit für Betroffene, sich für individuelle Gespräche und Fragen an die Gruppensprecher zu wenden. Anschließend treffen sich alle teilnehmenden Mitglieder der Gruppe aus Nürnberg zum Mittagessen. Dann folgt ein Rundgang auf dem Baumwipfelpfad.
Gerne können Gäste, Betroffene und Interessierte aus der Region auch am Nachmittagsprogramm in geselliger Runde und in ungezwungener Atmosphäre teilnehmen, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Der Baumwipfelpfad und die dazugehörigen Einrichtungen wurden barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet.
Zur besseren Planung bitten die Initiatoren Gäste und Nichtmitglieder, sich kurz bei der Gruppensprecherin Petra Bieber unter Telefon 09190/9954103 oder per E-Mail bieber@polio-sh-nuernberg.de zu melden. red