Pfarrer löst Versprechen ein
Autor: Adriane Lochner
Großenhül, Montag, 19. August 2019
Daniel Städtler nimmt mit seinen "Schäfchen" am Bubble-Soccer-Turnier der Landjugend Großenhül teil.
"Das Runde muss ins Eckige, ein Spiel dauert fünf Minuten - und Spaß muss man haben." Kurz und bündig erklärte Landjugend-Vorsitzender Johannes Weggel die Regeln des Bubble-Soccer-Turniers, das das Dorffest in Großenhül bereicherte.
Bei der Gaudi stülpen sich die Teilnehmer aufblasbare, transparente Kugeln über die Oberkörper und bolzen, was das Zeug hält. Das Spiel erfreut sich großer Beliebtheit.
Zahlreiche Besucher kamen, um zuzusehen, wie sich die Spieler in der Strohballen-Arena anrempelten, gegenseitig umwarfen, um - abgefedert von der Bubble-Kugel - sofort wieder auf die Beine zu hüpfen.
Beim Turnier traten zehn Mannschaften gegeneinander an. Jede bestand aus vier Aktiven und mindestens einem Auswechselspieler. Unter anderem waren die Landjugenden aus Zaubach und Eckersdorf, der Lochauer Stammtisch "Immerblau" und das "Team Heubsch" von der Partie.
Joker mit blonder Perücke
Als Lokalmatadoren nahmen die "Hül Mädels" teil, eine Frauengruppe aus Großenhül, die sich - ähnlich wie ein Stammtisch - hin und wieder für gemeinsame Unternehmungen trifft. Bubble Soccer sei definitiv eine Neuheit für die Damen zwischen 45 und 55 Jahren, bestätigte Petra Backer. Daher habe man sich kurzerhand einen "Joker" besorgt. Stephan Schmitt unterstützte die Damenmannschaft als "Steffi" mit blonder Zopfperücke.
Das war nicht die einzige Kuriosität beim Turnier. In der Mannschaft "Pfarrer und seine Schäfchen" lief tatsächlich der Wonseeser Pfarrer Daniel Städtler mit auf. Mit seiner Teilnahme löste er ein Versprechen ein, das er den Bürgern gegeben hatte. Sollten nämlich mehr als 30 Personen zum Wirtshaussingen erscheinen, so würde er höchstpersönlich beim Bubble-Soccer- Turnier auflaufen.
Das wollten die Wonseeser sehen. Bei der Veranstaltung vor einigen Wochen war der Saal des Landgasthauses Weith zum Bersten gefüllt.