Die Päckchenaktion zum Jahreswechsel für Kinder in Rumänien hat bei der Pestalozzischule schon Tradition. Angelika Sachs hatte die Aktion vor Jahren als Mutter von sechs Kindern und früheres Elternbeiratsmitglied angestoßen.

Normalerweise findet an der Grundschule immer ein Weihnachtsbasar statt, bei dem Basteleien von Kindern und Eltern verkauft werden. Von dem Erlös werden dann Spielsachen gekauft und verpackt.

Die ersten Fahrten nach Rumänien unternahm Angelika Sachs noch selbst. "Wir haben dort einen Verein gefunden, damit wir überhaupt vor Ort helfen dürfen", erinnert sie sich. Gegenwärtig hat sich die Situation aufgrund der Corona-Pandemie total verschärft, viele Rumänen haben dadurch auch ihre Arbeit verloren.

Deshalb haben die Schulkinder in diesem Jahr größere Kartons mit Lebensmitteln und Sachen des täglichen Bedarfs gepackt, die eine befreundete Familie, die früher in Rumänien beheimatet war und jetzt in Deutschland lebt, zwischen den Feiertagen an Ort und Stelle gebracht.

Angelika Sachs: "Wir wollen damit wirklich dafür sorgen, dass die Familien etwas zu essen haben, weil die Not in den Süd-Karpaten riesig ist." Eine Kiste reiche für eine Familie mit mehreren Kindern locker für zwei Monate.

Wie Florian Schneider vom Elternbeirat der Pestalozzischule feststellte, sei das Gremium sehr aktiv. "Wir haben eine sehr starke Schulfamilie. Vor Corona haben wir immer gebastelt und den Erlös für die Nepal- oder die Rumänienhilfe gestiftet." Es sei dem Gremium sehr wichtig, das Bewusstsein der Kinder zu schärfen, dass es die Gleichaltrigen in Rumänien nicht einmal halb so gut haben wie in Deutschland. "Es geht uns letztlich auch um das soziale Miteinander", so Schneider.

Die Päckchen haben einen Wert von 700 Euro, wobei der ideelle Wert durch das Engagement der Kinder weit größer ist. Rektorin Sandra Stenglein würdigte das Engagement der Grundschüler und dankte dem Elternbeirat für die erneut großartige Unterstützung. Rei.