Die Vereidigung von Ortsprechern und die Bestellung für verschiedene Aufgaben standen am Montagabend auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates Maroldsweisach im Rathaus. Vereidigt wurden eine Ortssprecherin und vier Ortssprecher.

Für die Ortschaft Gresselgrund wurde von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) als Ortssprecher Ralf Weisbrod vereidigt, für Todtenweisach Michael Bätz, für Gückelhirn Sven Scheidler, für Marbach Kerstin Brückner und für Wasmuthhausen Christan Vogel. Als weitere Standesbeamtinnen wurden mit Wirkung zum 6. Juli 2020 vom Gemeinderat Zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner und Dritte Bürgermeisterin Ramona Schrapel bestellt. Sie haben nach den Worten des Bürgermeisters auch schon das entsprechende Seminar besucht. Damit hat die Marktgemeinde mit dem Bürgermeister Wolfram Thein und der Leiterin des Standesamts, Yvonne Beck, vier Personen, die Trauungen vornehmen können. "Damit sind wir komfortabel ausgestattet", sagte Yvonne Beck. Die Frage von Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU), ob Paare, die sich trauen lassen wollen, aussuchen können, wer sie traut, wurde vom Bürgermeister bejaht. In der Gemeinde werden pro Jahr etwa 30 bis 40 Trauungen vorgenommen, sagte Thein.

Für verschiedene Verbände wurden die Mitglieder bestellt. Dem Schulverband gehören der Bürgermeister Wolfram Thein, Zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner (CSU) und Gemeinderat Gerhard Gagel (SPD) an. Vertreter sind Rupert Fichtner (CSU) und Doreen Büschel (SPD). Dem Abwasserzweckverband Mittlerer Weisachgrund, der für die Kläranlage Junkersdorf zuständig ist, gehören als Vorsitzender der Bürgermeister Wolfram Thein und seine beiden Stellvertreterinnen an. Für Altenstein sind in diesem Verband Gemeinderätin Melanie Gräbner (CSU) und Uwe Hein; die Vertreter sind Doreen Pfadenhauer und Günther Kraus. Für Pfaffendorf sind Gemeinderat Günter Reß (SPD) und Josef Wagner dabei, als deren Stellvertreter fungieren Michael Kraft und Peter Finnie.

Für den Wasserzweckverband Heilgersdorfer Gruppe sind im Gremium Bürgermeister Wolfram Thein und als seine Vertreterin Zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner. Für Hafenpreppach sind Gemeinderat Wolfgang Harnauer (SPD) und als Vertreter Gemeinderat Martin Berwind (JCU) dabei, für Wasmuthhausen Eberhard Vogel und als Vertreter Ortssprecher Christian Vogel, für Dürrenried Manfred Schramm (FWG) und als Vertreter Gemeinderat Martin Schramm (FWG).

Dem Wasserzweckverband Altenstein gehören Bürgermeister Wolfram Thein, die Gemeinderäte Melanie Gräbner und Günter Reß an. Deren Vertreter sind Heidi Müller-Gärtner, Rupert Fichtner und Gunther Hartleb (SPD).

Beschlossen hat der Gemeinderat am Montag, dem Zweckverband Klärschlammtrocknung Haßberge beizutreten. Nach den Worten von Bürgermeister Wolfram Thein ist ein Stammkapital von 50 000 Euro geplant. Der Zweckverband wird hiervon 25 500 Euro übernehmen und mit ins Boot soll die SüdWasser GmbH mit Sitz in Erlangen genommen werden, die 24 500 Euro zeichnet. Die Gemeinde Maroldsweisach wolle jährlich bis zu 200 Tonnen entwässerten Klärschlamm liefern, sagte der Bürgermeister.

Die Trocknung des Klärschlamms soll in einer Biogasanlage in Hofheim erfolgen, und anschließend soll das Material thermisch im Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) verwertet werden. Die Gründung des Zweckverbandes ist bis Ende Juli 2020 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Trocknung in Hofheim bis zum zweiten Quartal 2021. Die Preisgestaltung im Zweckverband Haßberge beläuft sich auf 98 Euro netto pro Tonne, wobei die Verwaltungsumlage für den Betrieb des Zweckverbandes, für den Vorsitzenden der Geschäftsführung und eine Mitarbeiterin noch nicht berücksichtigt ist. Die Vereinbarung gilt 14 Jahre lang.

Erweitern will sich der CVJM Altenstein, der einen Neubau als Sing- und Veranstaltungsraum errichten möchte. Das Vorhaben entspreche den Kriterien des Baugesetzbuches, teilte für die Verwaltung Andre Grüner mit. Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen für die Maßnahme in Altenstein.

"Der Gemeinde liegt ein Kaufgesuch für eine Teilfläche der Flurnummer 46 in der Gemarkung Ditterswind vor", sagte der Bürgermeister. Dieses Grundstück, das oberhalb des Feuerwehrgerätehauses liegt, sei vor geraumer Zeit von der Gemeinde erworben worden, um hier mithilfe einer Einbeziehungssatzung zusätzliche Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Um das Verfahren einleiten zu können, bedürfe es eines Aufstellungsbeschlusses. Der Gemeinderat ermächtigte die Verwaltung, die Einleitung eines Planungsverfahrens vorzunehmen. Insgesamt seien dort etwa drei bis vier Bauplätze möglich, so Wolfram Thein. Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) wollte sichergestellt wissen, dass der Kaufinteressent auch tatsächlich baut und keinen Rückzieher machen kann, wenn die Gemeinde entsprechende Vorleistungen für eine Bebauung trifft.

Photovoltaik

Gemeinderat Martin Schramm aus Dürrenried sagte, dass er nicht verstehen könne, warum das Ergebnis einer nichtöffentlichen Sitzung zu den geplanten Photovoltaikanlagen nicht öffentlich bekannt gemacht werden kann. "Die Leute wollen wissen, um was es geht, wie wir als Gemeinde zu den Vorhaben stehen", sagte er. Schramm rügte diese "mangelnde Bürgerinformation".

Dazu sagte Bürgermeister Wolfram Thein, was auch Geschäftsleiter Armin Bogendörfer auf Anfrage bestätigte, dass in der betreffenden Sitzung keine Beschlüsse gefasst wurden und auch noch nichts entschieden sei. Man habe nur vorberaten und nun solle erst in Informationsveranstaltungen der Investoren den Bürgern dargelegt werden, was vorgesehen ist. Ob das mit der von der Gemeinde auferlegten Flächenbegrenzung konform gehen könne, müsse nach den Veranstaltungen entschieden werden. Das geschehe dann in öffentlichen Sitzungen.

Gemeinderat Martin Berwind (JCU) bemängelte das Vorgehen der Gemeinde beim Spielplatz in Hafenpreppach. "Spielgeräte wurden dort abgebaut und weggebracht, warum?", fragte Berwind. Der Spielplatz befinde sich derzeit in einem unschönen Zustand.

Dazu entgegnete Bürgermeister Wolfram Thein, dass man mit dem Spielplatz schon seit etwa drei Jahren plane, ihn allerdings wegen der Sanierung der Mehrzweckhalle zurückgestellt habe. Abgebaut wurden Spielgeräte laut Thein, weil sie nicht mehr dem Sicherheitsstandard entsprochen hätten. "Ich denke, dass wir den Spielplatz im nächsten Jahr ersetzen können", sagte der Bürgermeister. Hier wolle man die Hafenpreppacher einbeziehen, versicherte er.