TSG Estenfeld - FC Bad Brückenau 45:23 (24:11). Eine der kompliziertesten und längsten Spielzeiten in der Geschichte des Handballs ist nun auch für die Frauen des FC Bad Brückenau beendet. Bei der spielstarken TSG Estenfeld, die in der kommenden Saison als ungeschlagener BOL-Meister in der Landesliga an den Start gehen wird, blieben die Sinnstädterinnen erwartungsgemäß ohne echte Chance auf einen Überraschungscoup.

Zusätzlich zu den Wirren der Corona-Pandemie waren die Bad Brückenauerinnen in den vergangenen Monaten von schweren Verletzungen geplagt. Über viele Wochen musste das Team auf Torhüterin Annalena Löser und Rückraumspielerin Sabrina Beck verzichten; immer wieder fielen weitere Stammspielerinnen überraschend wegen Blessuren oder Corona-Isolation aus. Dennoch ließen sich die FClerinnen nicht zu leichtfertigen Spielabsagen verleiten, wenn's personell eng wurde.

Lange um Klassenerhalt gezittert

Dass die Brückenauerinnen gegen den Abstieg kämpfen würden, war vor der Saison erwartet worden. Letztlich fing sich das Team von Yvonne Paul und Thomas König aber auch viele vermeidbare Pleiten ein, sodass der FC sehr lange zittern musste, bis der Klassenerhalt endgültig eingetütet war. Das junge Team hat trotzdem eine gute Perspektive und sollte es in naher Zukunft schaffen, sich in der höchsten unterfränkischen Spielklasse festzubeißen.

Für die TSG Estenfeld geht es nun erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in Richtung Landesliga. Hochverdient. Denn kein anderes Team hatte in dieser Saison derart kontinuierlich spielerisch und kämpferisch überzeugen können.

Tore für Bad Brückenau: Lena Übelacker (8/4), Sophie Gundelach (5), Marie König (3), Madeleine Henkel (3), Maike Peter (2), Jennifer Frank (1), Selina Vogler (1).