Spaziergänger entdeckten bereits vergangene Woche einen hilflosen Schäferhund-Mischling auf einer Wiese zwischen Bärnfels und Leienfels. Das Tier wurde daraufhin in das Tierheim nach Bayreuth gebracht.

Während Tierschützer davon ausgegangen waren, dass die 13 Jahre alte Hündin ausgesetzt wurde, behauptet der Besitzer, das Tier sei entlaufen. Unbekannte hätten die Türe des Zwingers geöffnet, so dass der Hund weglief. Auf Grund des schlechten Gesundheitszustandes kann sich der Besitzer allerdings nicht erklären, wie das Tier die gut einen Kilometer lange Strecke zischen dem Zwinger und dem Auffindeort zurücklegen konnte.

Derzeit wird die Hündin, die altersbedingt bereits auf einem Auge erblindet ist und an Arthrose leidet, im Tierheim Bayreuth behandelt. Nähere Angaben wollte eine Mitarbeiterin des Tierheimes nicht machen. Nur so viel: "Der Hund ist schwer krank und ist nicht transportfähig." Außerdem werde das Tierheim mit E-Mails und Anrufen zum Gesundheitszustand bombardiert.

Vorwürfe von Tierfreunden, der Hundebesitzer, der eine Landwirtschaft betreibt und unter anderem Schafe und Hühner hat, vernachlässige die Tiere, konnte Dr. Claudia Hakemann, die Leiterin des Veterinäramtes Forchheim, nicht bestätigen. Es gebe keinen Grund, dem Landwirt die Tierhaltung zu verbieten, bestätigt auch Holger Strehl, Pressesprecher des Landratsamtes Forchheim. Mitarbeiter des Veterinäramtes hätten sich vor Ort erkundigt und keine Mängel festgestellt. JH