"Hinterm Horizont geht's weiter" heißt ein Lied von Udo Lindenberg. Der Deutschrocker sieht optimistisch in die Zukunft. Mit guter Laune, Spielfreude und einer großen Portion Zuversicht hat der Musikverein Ebersdorf-Grub am vergangenen Samstag sein Konzert in der Kultur- und Sporthalle in Frohnlach gegeben. Volles Haus, aber leere Plätze hat es doch gegeben.

War im vergangenen Jahr das Konzert wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, garantierten 2021 Stuhlreihen und viele gesperrte Sitzplätze den nötigen Abstand. Das aktuelle Infektionsgeschehen hatte das diesjährige Motto "Konzert in 3G" überholt. Nur geimpft oder genesen (2G) konnten die Arrangements von Thomas Schwesinger für die rund 30 Musiker genossen werden.

Der musikalische Leiter hat die Pandemiezeit genutzt und viele Evergreens, Popsongs und Schlager für die Blasmusik gefühlvoll arrangiert. Mit einem Melodienmedley aus der Traumschiff-Fernsehserie startete die musikalische Reise gen Afrika und führte zum Welthit "The lions sleeps tonight". Stücke aus dem Musical Mary Poppins kennzeichneten den nächsten musikalischen Ankerplatz, die USA. Legendäre Swingmelodien, die Glenn Miller berühmt und unsterblich machten, begeisterten das Publikum. Mit "Chattanooga Choo Choo", "American Patrol" und "In the mood" zeigte der Musikverein Ebersdorf-Grub seine Big-Band-Qualitäten.

Pop und Rocksongs aus den 1960er und 1970er Jahren - Barry Manilows "Mandy" oder "Go west" der Disco-Band Village People - führten zu Michael Jacksons "Thriller" und "Eye of the Tiger". Geiersturzflug ohrwurmte Anfang der 80er Jahre "Wir steigern das Bruttosozialprodukt", was der Musikverein Ebersdorf-Grub lustvoll interpretierte.Bei Codo und dem Sauseschritt der Neuen Deutschen Welle erwies sich das Publikum als textsicher und mit Klaus Lages "Faust auf Faust" erlebte Ruhrpott-Kommissar Schimanski seine Rückkehr.

Der Musikverein Ebersdorf-Grub plant seine musikalische Rückkehr im nächsten Herbst. Trotz Corona - hinterm Horizont gehts weiter weiter ...