Rund 2,74 Millionen Euro wird das neue Dorfgemeinschaftshaus mit Sportheim und Sporthalle in Obertheres kosten. Trotz der hohen Kosten und der vielen weiteren anstehenden, großen Projekte beschloss der Gemeinderat Theres, noch heuer mit dem Rohbau zu beginnen. "Im Fasching 2020 sollte das Haus genutzt werden können", berichtete Sebastian Pollach vom Architekturbüro Pollach aus Schweinfurt.
Dass sich der veranschlagte Betrag von 2,6 Millionen Euro nochmals erhöht hat, begründete er vor allem mit den zusätzlichen Kosten für das Emissionsgutachten (5000 Euro), das Baugrundgutachten (43 000 Euro) und das Schadstoffgutachten (36 000 Euro). Er teilte auch mit, dass der Antrag auf FAG-Mittel bereits gestellt worden sei. Laut Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) kann die Gemeinde mit einer Förderung von rund einer Million Euro rechnen. Einig waren sich die Gemeinderäte, dass das Projekt nun umgesetzt werden sollte.
Zweiter Bürgermeister Manfred Rott forderte, dass sich alle Vereine, die das neue Dorfgemeinschaftshaus in Obertheres nutzen wollen, vor dem Bau über die Zusammenarbeit und die Bewirtschaftung einigen sollten. Außerdem müssten alle Interessen berücksichtigt werden und niemand dürfe ausgegrenzt werden. Dazu teilte Dieter Fischer von der Teilnehmergemeinschaft Theres mit, dass man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. So werde man eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen, die auch das Dorfgemeinschaftshaus betreiben werde. Alle zehn Vereine, die auch ab 2019 die alljährliche Kirchweih gemeinsam ausrichteten, würden darin integriert, sagte er. Die GbR werde auch die Gewinn- und Aufgabenverteilung und die Belegung der Halle regeln. Demnächst finde eine Besprechung mit allen Vereinen statt. Fischer betonte, dass sich alle "gut aufgehoben" fühlten. Am Ende zeigten sich alle Gemeinderäte mit den Kosten und den ersten Ausschreibungen einverstanden.
 


Weitere Themen

Im kommenden Jahr möchte der Landkreis die Kreisstraße HAS 27 von der Brunnenstraße in Untertheres bis Wagenhausen sanieren. Daher ist es sinnvoll, dass die Gemeinde Theres in dem Zusammenhang den Kanal herrichtet. Die Kosten wurden nach der erfolgten Kanalbefahrung auf rund 520 000 Euro geschätzt. Die hydraulische Berechnung ist aber noch nicht abgeschlossen. Das Gremium beschloss, die Planungen für die Kanalsanierung voranzutreiben. Die Beleuchtung und der Breitbandausbau sollen dabei eventuell auch berücksichtigt werden, hieß es in der Sitzung.
Die SUBT, die Soziale und Unabhängige Bürgergemeinschaft Theres, möchte, dass die von der Gemeinde verpachteten Flächen zum Schutz der Natur künftig nur noch nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet werden. Bürgermeister Schneider teilte mit, dass die Gemeinde derzeit knapp 25 Hektar Ackerflächen und gut 13 Hektar Grünflächen verpachtet habe. Davon befänden sich 51 Prozent bereits in umweltschonenden Programmen. Er verwies darauf, dass Landwirte auf Pachtflächen angewiesen seien und laufende Pachtverträge nicht geändert werden könnten. SUBT-Gemeinderat Uwe Stühler betonte, dass "Flächen, die der Allgemeinheit gehören, blühen sollten, um Pflanzen und Insekten eine Vielfalt zu ermöglichen". Auch sei nicht jedes Kulturlandschaftsprogramm ökologisch. Gemeinderat Jürgen Weisensee war der Meinung, dass konventionelle Landwirte der Natur nicht schadeten und befand den "ökologischen Zwang" für falsch. Nach eingehender Diskussion einigte man sich darauf, einen Arbeitskreis zu bilden, dem die Gemeinderäte Uwe Stühler, Joachim Türke, Alexander Schäflein und Jürgen Weisensee angehören. Sie wollen mit den einheimischen Landwirten nach einer Lösung suchen. ul