Die kommunalpolitische Landschaft in Bad Rodach wird sich bei der kommenden Kommunalwahl weiter ausdehnen. Um die Sitze im Stadtrat wird sich auch die Wählergruppe "Sozial und Bürgernah für Bad Rodach...
Die kommunalpolitische Landschaft in Bad Rodach wird sich bei der kommenden Kommunalwahl weiter ausdehnen. Um die Sitze im Stadtrat wird sich auch die Wählergruppe "Sozial und Bürgernah für Bad Rodach" (SBB) bewerben.
Die SBB war ursprünglich nur eine Stadtratsfraktion, die aus den ehemaligen SPD-Stadträten Klaus Geuther und Herbert Müller entstanden ist. Die beiden Stadträte sahen sich zu dem Schritt gezwungen, da sie nach Worten von Herbert Müller ihre Wünsche und Forderungen ausgebremst und blockiert sahen. Um den eingeschlagen Weg weiter auszubauen und den Wählern eine Alternative bei der kommunalpolitischen Willensbildung zu bieten, gründeten jüngst 14 Bad Rodacher Bürger die Wählergruppe der SBB. Ihre kommunalpolitischen Ziele sieht die SBB in der besseren Vernetzung der Bad Rodacher Stadtteile mit der Kernstadt; vorrangig ist dabei die Schaffung einer Stadtbuslinie, die Herbert Müller schon seit Jahren fordert. Den Bau einer Umgehungsstraße für Bad Rodach, möglichst unter Einbeziehung von Roßfeld, das seit Jahren ebenso wie die Kernstadt unter dem Durchgangsverkehr insbesondere von Lastkraftwagen leidet, sieht die SBB als ebenso vordringlich an. Dies muss nach Auffassung von Klaus Geuther mit innerstädtischen Lösungen für ein verträglicheres Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern verbunden sein. Das könne durch Abgrenzung nebeneinander und Trennung untereinander von verschiedenen Verkehrsbereichen geschehen.
Eine positive Weiterentwicklung der Therme, an der alle politischen Kräfte in Bad Rodach interessiert sind, kann nach Meinung von Geuther und Müller nur eintreten, wenn unterstützende Maßnahmen erfolgen, wie eine bessere Anbindung aller Kureinrichtungen an die Innenstadt und die Schaffung von "Flaniermeilen" für Einheimische und Gäste, in denen Gastronomie und Handel sich wohlfühlen.
"Die Erhaltung der Stadtwerke und der Ausbau regenerativer Energien dienen durch den lokalen Ansatz nicht nur der Stärkung des Images der Stadt, sondern schonen auch die Umwelt und das Klima", so Herbert Müller. Der Stadtrat weiter: "Jeder muss für seinen Bereich einen Beitrag leisten." Klaus Geuther betonte, dass die SBB die Bürger in allen kommunalen Angelegenheiten ausschließlich sachbezogenen und frei von parteipolitisch und ideologiefreien Grundsätzen vertreten werde.
Für die SBB wollen ins Rennen gehen: Listenplatz 1: Klaus Geuther, 2: Herbert Müller, 3: Margit Knoch, 4: Jürgen Beierweck, 5: Bülent Durak, 6: Holger Herrmannsdörfer, 7: Fabian Geuther, 8: Lisa Beierweck, 9: Rainer Köster, 10: Fortunato Zanetti, 11: Ronald Kottwitz, 12: Hartmut Sommer, 13: Sybille Amberg, 14: Gerd Oeckler, 15: Marcel Bernard, 16: Werner Kolata, 17: Joshua Oppel, 18: Dieter Amberg.
Da die Wählergruppe bei der letzten Kommunalwahl nicht vertreten war, sind 120 Unterschriften von Unterstützern notwendig, damit die Liste zugelassen wird. Unterschriften können ausschließlich im Rathaus der Kurstadt abgegeben werden. Die entsprechende Liste liegt dort ab 17. Dezember aus. mr