Die Freien Wähler (FW) bestehen seit 60 Jahren in Grub am Forst. Dies soll im kleinen Rahmen gefeiert werden. Darüber waren sich die Mitglieder bei der Hauptversammlung im Gasthaus Rose einig.
Wie der Vorsitzende Stefan Rose wissen ließ, soll es keinen Festkommers geben, stattdessen wollen sich die FW mit einem Familienfest am 26. Juni an das Beachvolleyballturnier anhängen. Dabei sollen Hüpfburgen aufgestellt werden und sich die Sportvereine der Gemeinde (Schützen, TSV, VSG, Tischtennis) präsentieren. Auch für die Bevölkerung gesetzteren Alters soll es Attraktionen geben, kündigte Rose an.


Betriebe interessieren

Stefan Rose berichtete, dass die Betriebsbesichtigungen, die anstelle des kommunalpolitischen Stammtisches unter dem Motto "FW - Fit in die Wirtschaft" durchgeführt wurden, "eingeschlagen seien". Auch der von den FW erstellte Jahreskalender werde angenommen. Die von den FW angeregten Parkstreifen im Steinweg hätten sich bewährt.
Kontrovers verlief die Diskussion über die Erhöhung der Beiträge. Dann aber fiel der Beschluss, von 15 auf 20 Euro zu erhöhen, einstimmig.
Auch wenn die Zusammenarbeit im Gemeinderat mit allen Fraktionen als gut bezeichnet wurde, gab es bei der Versammlung viele kritische Anmerkungen. Die Bearbeitung von Anfragen und Anregungen erfolge manchmal sehr schleppend, teilweise nicht zielführend und man fühle sich manchmal abgekanzelt nach dem Motto: "Nicht unsere Idee, nicht machbar." Als Beispiel nannten FW-Mitglieder die Haushaltssitzung vom März 2015, die nur 21 Minuten gedauert, aber viele Fragen offen gelassen habe.
Moniert wurde, dass die Kanaleinleitungsgebühren noch weiter steigen könnten. Die Brücke in Roth am Forst und die Unterführung seien den Wirbel nicht wert, den sie verursacht hätten. Und das Regenrückhaltebecken, verursacht durch den Autobahnbau, müsse nunmehr die Gemeinde bauen.
Auch der Seniorenbus wurde kritisch beleuchtet, da kein Gemeinderatsbeschluss über dessen Anschaffung vorliege. Der Wochenmarkt sei gut angekommen, sei jedoch keine wirkliche Verbesserung der Einkaufssituation, hieß es vonseiten der Freien Wähler.
Außerdem bezeichneten sie die Hüpfinsel in der Coburger Straße als einen Schildbürgerstreich, der Kindern eine scheinbare Sicherheit vorgaukele. Diese sei aber nicht gewährleistet aufgrund der fast schon abenteuerlich anmutenden Straßenführung.
Die Verkehrszeichen auf der Insel seien schon zweimal umgefahren worden, und Lkw-Fahrer benutzten hie und da schon mal die linke Fahrspur. dav