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Mit Oma in die "Piratenbucht"


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Untersiemau, Montag, 06. August 2018

Mehr als drei Jahre hat es gedauert, bis am Schlossteich in Untersiemau ein Freizeitgelände erschaffen wurde, das alle Generationen zum Spielen und Entspannen einlädt - Möglichkeiten zur Abkühlung inklusive.
Mutige "Piraten" wagen eine Fahrt auf dem Floß über den Schlossteich.  Fotos: Svenja Sollmann


Der Enkel tobt sich an den Spielgeräten aus, und die Oma läuft eine Runde durchs Kneipp-Becken. Das Abenteuer- und Freizeitgelände am Schlossteich in Untersiemau bietet seit knapp zwei Monaten Bewegung und Entspannung für alle Generationen. Mehr als drei Jahre dauerte die Umwandlung vom simplen Weiher zur modernen und großräumigen "Piratenbucht".
Der Namensgeber des Spielplatzes befindet sich direkt am Eingang neben dem Wasserspielbereich: ein nachgebautes Wrack eines Piratenschiffs namens "Bounty". Es beinhaltet eine Rutsche, die im umliegenden Sand mündet. Direkt daneben liegt das Floß "Huckleberry", mit dem ein Teil des 5000 Quadratmeter großen Schlossteiches überquert werden kann. "Wir kommen gerne hier hin, weil es vielseitige Spielgeräte gibt und auch für die Älteren etwas dabei ist", erzählt Irene Haaße-Brückner, die mit ihrem Enkel Till da ist.
Für Senioren gibt es speziell errichtete Bewegungsgeräte, Sitz- und Entspannungsmöglichkeiten und sogar ein Kneipp-Becken. "Das habe ich schon ausprobiert und kann es nur empfehlen", berichtet Irene Haaße-Brückner.
Enkel Till mag es am liebsten, am Wasser zu spielen oder zu schaukeln. "Eigentlich mag ich aber alles hier", erzählt er, und läuft zum nächsten Spielgerät (siehe Bild).
Das 500 000 Euro teure Projekt bietet aber noch einiges mehr: eine Seilbahn, eine Babyschaukel, eine Familienschaukel, eine Hängematte, einen Kletterparcours und einige Sitzmöglichkeiten mit Blick auf das Siemauer Schloss. So zum Beispiel die Liegebank direkt am Ufer der "Piratenbucht".
Außerdem lässt das Freizeitareal Platz zum Picknicken und Sonnenbaden und natürlich genügend Abkühlungsmöglichkeiten. "Das ist besonders beim aktuellen Wetter ein weiterer Grund, wieso wir gerne hierher kommen", berichtet Irene Haaße-Brückner. Für Schattenplätze ist dank genügend Bäumen auch gesorgt. Wer eine Rückzugsmöglichkeit sucht, der kann im Weiden-Tipi im hinteren Bereich des Freizeitgeländes entspannen.
Finanziell wurde das Projekt vom Arbeitskreis II, verschiedenen Firmen und Fördergeldern unterstützt.