Wolfgang Dietz Auch heuer ließen es die Feuerwehren aus den Eberner Stadtteilen Eichelberg und Reutersbrunn krachen. Die 22 Faschingsnarren verwandelten das Gemeindehaus Eichelberg in ein Tollhaus. Über fünf Stunden boten sie unter dem Motto "Im wilden Westen, da geht's ab" beste Unterhaltung.

Es war bereits die elfte Auflage der Faschingsveranstaltung. Was die 22 Akteure im voll besetzten Gemeindehaus den Faschingsfreunden bei dem bunten und abwechslungsreichen Programm an Sketchen, Tänzen und Büttenreden boten, ließ kaum ein Auge trocken.

Mit lockeren Sprüchen

Philip Mölter führte mit Witz und Charme sowie lockeren Sprüchen durch den Abend. Für Technik und Musik, Kamera, Video, Bilder waren Christian Müller, Susanne Käb und An-dreas Leipold verantwortlich.

Gleich zum Auftakt sorgten Moderator Philip Mölter und seine Truppe mit ihrem Auftritt für Stimmung. Auch die Aufführung des Märchens "Frau Holle" des Obst- und Gartenbauvereins Eichelberg hatte es in sich. Walter Zapf (Stiefmutter), Denise Popp (die liebe und fleißige Tochter), Justina Wohlfromm-Pskit (die böse und faule Tochter Greta), Samuel Popp (Bernd, das Brot), Kerstin Ebert (Hahn und Kapitän Dr. Iglo), Bernd Ebert (Apfelbaum), Theresia Beierlieb (Frau Holle) und Christian Rauscher (Erzähler) begeisterten.

Als überforderte Putzfrau brachte Manuela Walz Ungeheuerliches ans Tageslicht. Was bei einem Hausputz so alles erlebt und gefunden wird... Zum Beispiel die halb leeren Flaschen mit Alkohol, die man aufräumen muss (leer trinken).

Ein Rätsel

Bernd Ebert war es dann, der das muntere Treiben mit einem Rätsel etwas auflockerte. Heuer lautete die Frage: Wie viele Pflastersteine wurden am Feuerwehrhaus verlegt? Am nächsten kam Christian Albert heran, der 5900 Steine geschätzt hatte. Die genaue Anzahl betrug 6043. Auf Platz zwei landeten gleich drei schätzgleiche Frauen mit Gerda Zier, Cilli Walz und Susanne Pflaum, die alle 6500 Steine angegeben hatten.

Nach der Pause ging es mit dem Märchen "Frau Holle" weiter. Diesmal kam die faule Tochter Greta zum Helfen. Denkste. Das Einzige, das sie interessierte, war ihr Gold - und sie wollte auf die Freitag-Demo gehen. Doch zur Belohnung gab es dann viel schwarzes Pech.

"Wer hat es bestellt?"

Karin Albert und Alexandra Holly fanden es bei ihrem Vortrag toll, was es beim Teleshopping alles zu bestellen gibt. Bis sie mit ihren Bestellungen letztlich nicht mehr zurechtkamen: "Wer hat es bestellt?"

Neu in der Bütt standen die Reutersbrunner Ratschen Silke Leipold und Andreas Leipold. Die zwei "Alten" sind wieder einmal auf dem Weg zu einer Beerdigung. Da beide jedoch nicht mehr die Jüngsten sind, bringen sie in ihrem Gespräch einiges durcheinander. Wer gestorben ist, das ist für sie egal, doch was der alles gemacht hat, wissen sie dafür um so genauer.

Auch die Laufgruppe "Stockenten" Eichelberg mit Sabine Mölter, Susanne Käb, Karin Albert und Andreas Mölter sorgte beim närrischen Volk für eine ausgelassene Stimmung. Die Gruppe hatte sich wieder einmal im Gemeindehaus getroffen, um sich all die Herz-und-Schmerz-Geschichten zu erzählen.

Das Männerballett

Ein Höhepunkt des Abends war das mit Spannung erwartete Männerballett. Was Marcel Leipold, Philip Mölter, Marcel Ebert und die "Altgedienten" Michael Walz, Lorenz Dietz sowie Florian Streng bei ihrem Auftritt boten, ließ kein Auge trocken und rundete das Programm ab. Seit September hatten sie auf das Event hin im Gemeindehaus trainiert. Heraus kam ein Liedermix mit einem tollen Sketch. Am 7. März nehmen sie zudem am Männerballett-Contest in Seßlach teil

Gegen Mitternacht kamen alle Akteure des Abends noch einmal auf die Bühne, um beim Finale und einem gemeinsamen Lied den mehr als verdienten Applaus für ihre in allen Belangen gelungenen Auftritte entgegenzunehmen, ehe sie in fröhlicher Runde mit dem Narrenvolk den Abend bis die Morgenstunden ausklingen ließen.