Mit Christkind und Bratwurst
Autor: Richard Sänger
Herzogenaurach, Sonntag, 04. Dezember 2016
Es war ein ideales Wochenende für einen Weihnachtsmarkt. Herzogenaurach stimmt sich vier Tage auf die Weihnachtszeit ein. Seit 2014 beginnt der donnerstags, um jenen den Besuch zu ermöglichen, die freitags nach Hause fahren.
Das trockene, wenn auch am Abend kaltes Wetter, lockte am Wochenende nicht nur Einheimische in die Stadt, sondern auch Besucher aus dem gesamten Umkreis. Jeder fand ein passendes Geschenk oder Weihnachtsschmuck, da vor allem viele soziale Einrichtungen, Service Clubs, Schulen und Kunsthandwerker Selbstgemachtes ausstellten und verkauften. Schon bei der Eröffnung machte Bürgermeister German Hacker (SPD) Werbung für die Buden der Schulen und sozialen Einrichtungen.
Der Besuch ist ein "Muss"
Der Weihnachtsmarkt ist ein fester Bestandteil und beliebter Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit. Insbesondere auch der "Lebendige Adventskalender", hinter dem sich immer wieder neue und originelle, besinnliche oder fantastische Überraschungen verbergen. Deshalb ist der tägliche Besuch des Marktplatzes ein "Muss" für Eltern oder Großeltern und dazu gehört dann auch die tägliche Bratwurst. "Mein Kind vertilgt bis zum Heiligen Abend tatsächlich 24 Bratwürste. Schon beim Mittagessen erklärt mir Mira mit strengem Blick, dass sie nicht viel essen darf, weil sie ja später eine Bratwurst essen muss, die Betonung liegt auf muss", erzählte Karen Constantin lachend. Sie muss mit ihrer fünfjährigen Tochter jeden Tag um 16.30 Uhr zum Marktplatz fahren. Der Weg führt dann erst zur Bratwurstbude und dann zur Bühne. Am Samstagabend durfte sich Mira dafür, die sich vom Volkschor nicht so begeistert zeigte, ein Zauberer oder Clown wäre ihr lieber gewesen, einen Engel aussuchen.Um den Kindern die Zeit bis Weihnachten und das tägliche Warten auf das Türchen des "Lebendigen Adventskalenders" zu verkürzen, gibt es an den Nachmittagen Adventsbastelaktionen des Generationen-Zentrums auf dem Marktplatz. Dazu gab es am Wochenende einen Kinderweihnachtsmarkt und spannende Geschichten der Lesepaten rund um Weihnachten im Gewölbe des Ratskellers.
In der Innenstadt duftete nach gebrannten Mandeln, Bratwürsten und Glühwein Den Besuchern und vor allem den Kinder wurde ein buntes Programm geboten.
Christkind ist der Höhepunkt
Während des Wochenendes war natürlich bei den Kindern der Besuch des "echten" Christkindes der Höhepunkt und die Kleinsten bestaunten das himmlische Wesen mit glänzenden Augen. Es nahm nicht nur Wunschzettel und Wünsche entgegen, sondern hatte auch immer Süßigkeiten dabei.Die verteilte auch jeden Abend nach dem Lebendigen Adventskalender Heiko Dilger. "Ich glaube wir haben alles richtig gemacht", meint der Vorsitzende der Förder- und Werbegemeinschaft mit einem Blick auf den vollen Marktplatz. Auch bei den Betreibern der Buden und Stände waren nur zufriedene Mienen zu sehen und davor bildeten sich immer kleine Gruppen von Mitgliedern oder Schuleltern und ohne ein Kleinigkeit zu kaufen gingen die Wenigsten weiter.