Mit 33 Jahren schon ein Vereinsurgestein
Autor: Mario Deller
Ebing, Dienstag, 14. März 2017
Geordnete Finanzen, sportliche Erfolge der Fußballer, ein den Verein tragendes Wir-Gefühl - kein Wunder, dass Vorsitzender Bernhard Zenk bei der Generalvers...
Geordnete Finanzen, sportliche Erfolge der Fußballer, ein den Verein tragendes Wir-Gefühl - kein Wunder, dass Vorsitzender Bernhard Zenk bei der Generalversammlung der Spielvereinigung Germania Ebing ein positives Fazit zog. Auf dem Erreichten ausruhen, will und darf man sich freilich aber auch nicht.
438 Mitglieder zählt der Verein, die Investitionen für die einst auf dem Sportheim errichtete Photovoltaikanlage wird sich durch die Stromeinspeisung in zwei Jahren amortisiert haben, und das beliebte Seefest erwies sich trotz anfänglich widrigen Wetters auch im vergangenen Jahr als Besuchermagnet.
"Das Finanzielle ist aber kein Selbstläufer", sagte Zenk. Man müsse die Kosten stets im Blick haben, dürfen beim Werben um Mitglieder und Sponsoren in den Bemühungen nicht nachlassen. Finanziell zu Buche schlägt mit 800 Euro jährlich der Umstand, dass der Verein für gleich vier fehlende Schiedsrichter Zahlungen an den Verband leisten muss. "Angehende Schiedsrichter werden vom Verein unterstützt und nicht allein gelassen", betonte Zenk, dass Interessierte, die für die Spielvereinigung Ebing Partien pfeifen möchten, nicht ins kalte Wasser geworfen werden. Insbesondere zur Vorbereitung und Umsetzung des Seefestes, das am 16. und 17. Juni in seine 15. Auflage geht, seien Helfer willkommen.
Nur noch Plätze auf der Warteliste gibt es für Interessenten des am 13. April stattfindenden Bierkopfturniers. Ein Schafkopfturnier wird es aus verschiedenen Gründen bis auf weiteres erst einmal nicht mehr geben, bat Vorsitzender Zenk um Verständnis für diese vom Verein getroffene Entscheidung.
Immer weniger Fans schauen zu
Grund zur guten Laune hatten die Vertreter der Fußballabteilung. Die "Erste" bei den Herren liefert sich in der Bezirksliga West derzeit um Tabellenrang zwei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem dem TSV Ebensfeld, knüpft somit nahtlos an die erfolgreiche Vorsaison (damals wurde man Vierter) an. Auf einer Euphoriewelle schwimmen derzeit beide Damen-Fußballteams der Germania. Bescheiden auftretend, aber freilich auch ein wenig stolz auf das Erreichte, skizzierte Trainer Andreas Eiermann die augenblicklich tolle sportliche Ist-Situation: Nach dem Durchmarsch bis in die Bezirksoberliga mischt die erste Damenmannschaft auch hier wieder oben mit, belegt mit nur einem Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze derzeit den dritten Rang.
Im Gegensatz zu den sportlichen Paukenschlägen steht die leider gesunkene Zuschauerresonanz bei den Fußballpartien. "Das ist aber, wie in in Gesprächen mit Vertreter aus Unterleiterbach erfuhr, nicht nur bei uns in Ebing so." Unverdrossen halten sich einige Vereinsmitglieder in der Laufsportabteilung fit. Wie Albert Landgraf berichtete, absolvierte deren Aktive etwa den Veitensteinlauf, Udo Beiersdorfer im vergangenen Jahr gar den Berlin-Marathon. Auch die Gymnastikabteilung mit Hilmar Stößel an der Spitze und engagierten Kursleitern sowie die "Alten Germanen" erfuhren als weitere wichtige Säulen des Vereins verdiente Würdigung bei der Generalversammlung. Als eine von wenigen unschönen Nachrichten musste vermeldet werden, dass sich die Tischtennisabteilung wegen zu geringer Teilnehmerzahl vom Ligabetrieb leider abmelden musste. Im Rahmen der Generalversammlung wurde Fußballer Andre Zebunke für 500 Partien geehrt. Der 33-Jährige kickt schon seit seiner Kindheit für die Germania, kann schon jetzt als echtes "Urgestein" bezeichnet werden und nahm strahlend einen "goldenen Fußballschuh" als Zeichen der Anerkennung aus den Händen von Bernhard Landgraf entgegen. Mario Deller