Michael Ort folgt Jürgen Völlner
Autor: Dieter Gropp
Höchstadt a. d. Aisch, Montag, 18. Februar 2019
Einige der Höchstadter Feuerwehrleute trafen sich am Sonntag zweimal. Am Morgen hatten zwei schwere Verkehrsunfälle auf der A 3 zwischen Höchstadt-Ost und Erlangen-West den Einsatz der Rettungskräfte ...
Einige der Höchstadter Feuerwehrleute trafen sich am Sonntag zweimal. Am Morgen hatten zwei schwere Verkehrsunfälle auf der A 3 zwischen Höchstadt-Ost und Erlangen-West den Einsatz der Rettungskräfte erfordert, am Nachmittag ging es in der Jahreshauptversammlung darum, den Vereinsvorsitzenden Jürgen Völlner und den Kommandanten Wolfgang Glotz feierlich zu verabschieden.
Nachdem der neue Kommandant Benjamin Obexer schon vor gut einer Woche ins Amt eingeführt worden war, wurden an diesem Nachmittag mit Michael Ort ein neuer Vereinsvorsitzender und eine verjüngte Vereinsleitung gewählt.
Völlner berichtete über ein erfülltes Jahr 2019 und zahlreichen Kontakten zu anderen Feuerwehren aus der Region. Neue Kontakte hätten sich zur Freiwilligen Feuerwehr in Burgebrach eröffnet. Außerdem sei die Freiwillige Feuerwehr Höchstadt einer der Vereine, der die Städtepartnerschaft zu Kranichfeld aktiv und beispielhaft pflege.
Im Bericht des Spielmannszuges verwies Thomas Bolzmann auf die veränderte Leitungsform bei den Musikanten. Der Spielmannszug werde von einem Gremium geleitet, das aus vier Vertretern des Zuges besteht, und sei durch eins dieser Mitglieder in den Vorstand der Feuerwehr integriert. Die Nachwuchsarbeit im Spielmannszug könne durch die musikalische Leitung und die Ausbilder auf einem hohen musikalischen Niveau angeboten werden. Da es aber sehr schwierig sei, junge Menschen für die Spielmanns-Musik zu begeistern, wäre die Bereitschaft für eine Ausbildung im Verein eher rückläufig. Gegenwärtig zähle der gesamte Spielmannszug über 35 aktive Musiker. Elf Nachwuchsmusiker befänden sich in der Ausbildung.
Mit zwölf Jugendlichen folgte der Spielmannszug einer Einladung der Partnerstadt Krasnogorsk und vertrat dort Höchstadt beim Wettbewerb der kreativen Jugend Novyi Mir. Die Vertreter des Spielmannszuges bekamen dort einen Pokal für den besten Newcomer dieses Festivals. Im Jahr 2018 habe der Spielmannszug insgesamt 27 Auftritte bewältigt, zwölf eigene Veranstaltungen organisiert und an 35 Probetagen für die Programme geübt. Dies ergebe für die Spielleute insgesamt 74 Termine, die zu bewältigen waren. Die Teilnahme am Zeremoniell des "Großen Zapfenstreichs" zum 150. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach sei ein Höhepunkt gewesen.
An Verantwortung herangeführt
Der scheidende Kommandant Wolfgang Glotz gestand in seinem Rückblick, dass er im vergangenen Jahr etwas feuerwehrmüde geworden sei, nachdem er vor 13 Jahren das Amt des Kommandanten übernommen habe. Nun lege er das Kommandantenamt in gute Hände. Benjamin Obexer sei im richtigen Alter und auch mit der neuen, immer schneller werdenden Entwicklung bestens vertraut.
In den vergangenen Jahren seien alle Führungskräfte an die Verantwortung als Einsatzleiter herangeführt worden. Er selbst hingegen sei damals vor 144 Monaten nur als "normaler Feuerwehrmann" in das Amt des Kommandanten gewählt worden, ohne jegliche Erfahrung in der Einsatzleitung. Sein erster Lehrgang als Kommandant sei damals der zum Gruppenführer gewesen.