Metin Akyol ist nur noch bis zur Winterpause im Amt
Autor: Matthias Gößwein
Bammersdorf, Montag, 01. Oktober 2018
Nach dem Abstieg in die Fußball-B-Klasse 2015/16 lag der SV Bammersdorf am Boden. Die Verantwortlichen reagierten und verpflichteten mit Metin Akyol einen engagierten Trainer, der zudem einige Spieler...
Nach dem Abstieg in die Fußball-B-Klasse 2015/16 lag der SV Bammersdorf am Boden. Die Verantwortlichen reagierten und verpflichteten mit Metin Akyol einen engagierten Trainer, der zudem einige Spieler an den Oertelberg lotste und den direkten Wiederaufstieg schaffte. Dennoch verließen einige Leistungsträger den Verein, in der vergangenen Saison stand in der A-Klasse Platz 8 zu Buche.
Nach dem Wechsel in die Dreier-Staffel zu Beginn der laufenden Spielzeit wurden Die Probleme nicht kleiner: Wieder zog es Stammkräfte zu anderen Vereinen, der Kader umfasste vor Rundenbeginn nur 16 Akteure - darunter Asylbewerber, denen jederzeit die Abschiebung droht. Zwar verlief der Start noch relativ gut mit einem Sieg im Derby gegen Eggolsheim II sowie Punkten gegen die SG Leutenbach/Mittelehrenbach und Poxdorf II, aber dann folgte eine Niederlagenserie von fünf Spielen und der Sturz auf den letzten Platz.
Am Sonntag in Pautzfeld musste Akyol sogar selbst auflaufen. Bereits zwei Tage zuvor hatte der 45-Jährige dem SV seinen Rücktritt zur Winterpause mitgeteilt: "Es ist keine Entscheidung gegen den Verein oder die Spieler, aber ich bin zu ehrgeizig, um das so weiterzumachen", erklärte er gegenüber anpfiff.info. Er könne nur sehr unregelmäßig oder gar nicht trainieren. "In den letzten Wochen waren teilweise nur zwei oder drei Mann bei den Einheiten. So macht das keinen Sinn", sagt Akyol, dem aktuell nur noch elf Spieler zur Verfügung stünden.
"Aus der Reserve kann ich zwar auffüllen, aber das reicht nicht für die A-Klasse. Ich habe jetzt schon unseren Torwart überredet, dass er bis zur Winterpause weitermacht", berichtet der 45-Jährige, der die Hinrunde mit Anstand zu Ende bringen und dem Verein die Möglichkeit einer Nachfolgelösung bieten will.
Die Verantwortlichen zeigten sich überrascht. "Für uns ist es eine schlechte Nachricht. Wir hatten über die gesamte Zeit eine gute Zusammenarbeit und uns das Engagement noch länger vorgestellt. Es hat menschlich wie vom Engagement her bestens gepasst", erklärt Vorsitzender Klaus Braun, der neben einem neuen Coach das Gespräch mit den Spielern suchen will. Diese sieht Braun in der Pflicht, um den Klassenerhalt zu schaffen. "Das wird keine leichte Aufgabe."