Der Bebauungsplan für den "Gewerbepark an der St2281a" stand unter anderem auf der Tagesordnung des Marktgemeinderats.

Der Gewerbepark stand bereits in der vorletzten Sitzung auf der Tagesordnung. Damals hatte der Marktgemeinderat allerdings einige Änderungen wegen der Beleuchtung und des Verlaufs des Wirtschaftsweges beschlossen, die das Planungsbüro Baurconsult Haßfurt einarbeiten sollte. Außerdem soll noch die Höhe der Einfriedung von zwei auf 2,40 Meter geändert werden. Einen allerdings nicht realisierten rechtskräftigen Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet gibt es seit dem Jahr 2000. Er soll nun geändert und erweitert werden.

In der Beschlussvorlage heißt es, Ziele des Bebauungsplanes seien die Bereitstellung von Flächen für die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Zusätzlich sollten für bereits im Markt angesiedelte Betriebe Erweiterungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Der Markt Maßbach habe mittlerweile mehrere große und kleine Unternehmen gefunden, die sich an diesem Standort ansiedeln wollen. Insgesamt ergebe sich aus dieser konkreten Nachfrage aber ein deutlich höherer Flächenbedarf als im ursprünglichen Bebauungsplan vorgesehen. Deshalb sei einerseits eine Neuaufteilung der Fläche nötig und andererseits eine Erweiterung. Deshalb sei eine Änderung des bestehenden rechtskräftigen Bebauungsplans notwendig, was der Marktgemeinderat im November letzten Jahres schon beschlossen habe.

Nicht alle Marktgemeinderäte waren vom Sinn dieser Bebauungsplanänderung und vom Nutzen dieses Baugebietes für die Gemeinde überzeugt. Susanne Ziegler (Grüne/FBuU) wollte wissen, wie die Kosten-Nutzen-Rechnung aussieht und fragte: "Welchen Nutzen hat das für uns?" Die Höhe der Gewerbesteuer, die die Betriebe zu bezahlen hätten, sei unsicher. Unklar sei auch der Anteil an der Einkommensteuer für die Gemeinde, denn von dort arbeitenden auswärtigen Pendlern bekomme sie gar nichts. Sie gab zu bedenken, "dieses Gebiet ist eine Riesenfläche, die das Gemeindeleben verändert" und kündigte an: "Deshalb bin ich dagegen." Der geschäftsleitende Beamte Frank Mauer versicherte, der Marktgemeinderat könne noch bis zum Satzungsbeschluss des Bebauungsplans Änderungen beschließen und sei bis dahin Herr des Verfahrens.

Mit zwei Gegenstimmen wurde der Vorentwurf der Änderung des vorhandenen Bebauungsplanes aus dem Jahr 2000 angenommen und bildet damit die Grundlage des weiteren Verfahrens. Die Verwaltung bekam den Auftrag, in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Baurconsult die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange durchzuführen.