Für die Sport- und Schützenvereine in Bayern gibt es 2017 mehr Geld: Wie SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld mitteilt, erhalten die Vereine im Landkreis und der Stadt Coburg über die Vereinspauschale eine Förderung aus dem Haushalt des Freistaates von circa 201 000 Euro. Der Betrag errechnet sich durch die Mitgliedereinheiten multipliziert mit dem Faktor 0,278 Euro. Für die Vereine im Landkreis Coburg sind das rund 109 000 Euro und für die in der Stadt Coburg rund 92 000 Euro.
Die Zahl der "Mitgliedereinheiten" der einzelnen Sport- und Schützenvereine werden entsprechend der Sportförderrichtlinien des Freistaates Bayern berechnet. Berechnungsgrundlage dafür ist die Anzahl der erwachsenen Vereinsmitglieder sowie die Anzahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, für die es die zehnfache Gewichtung gibt. Ein weiterer Faktor ist die Anzahl von Übungsleiterlizenzen.
Die Vereine haben dadurch einen Anreiz, sich besonders um jugendliche Mitglieder und um die Ausbildung und den Einsatz von Übungsleitern zu kümmern. Pro Mitgliedereinheit beträgt der Fördersatz in diesem Jahr 27,8 Cent. "Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich ehrenamtlich in unseren Sportvereinen einbringen und es erst ermöglichen, dass dort eine so hervorragende Arbeit geleistet wird", freut sich Susann Biedefeld.


Biedefeld: Erhöhung mager

Die Haushaltspolitikerin bedauert allerdings, dass die erste Steigerung seit 2013 nicht höher ausfällt. Statt 27 Cent pro Mitgliedereinheit gibt es künftig 27,8 Cent. Die SPD im Landtag war für eine Erhöhung auf 30 Cent pro Mitgliedereinheit eingetreten, ein Wert, wie ihn die Spitzenverbände des Sports schon lange fordern. "Vor dem Hintergrund der steigenden Kosten der Vereine ist die jetzt beschlossene Steigerung leider nicht ganz ausreichend. Wir kämpfen weiter für die Vereine", versichert Susann Biedefeld in einer Pressemitteilung, die darauf hinweist, dass auch die letzte Erhöhung vor vier Jahren mit 0,5 Cent mager ausgefallen war. red