Zu einem besonderen Anlass kam die SPD Herzogenaurach in der HerzoBar zusammen: In feierlichem Rahmen wurden mit Ruth Maier und Hans-Jürgen Hartung zwei langjährige Mitglieder geehrt. Hans-Jürgen Hartung kann auf eine 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken, bei Ruth Maier sind es sogar 40 Jahre, die sie bei den Sozialdemokraten Mitglied ist.

Die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich verwies mit Stolz darauf, dass die SPD die älteste demokratische Partei Deutschlands ist. Die Mitglieder hätten Freiheitsrechte erstritten, sich für Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt. Sorge bereite es mir, "dass unsere Demokratie nach Jahrzehnten der Stabilität wieder verletzbar erscheint. Wir erleben, dass unsere Demokratie und die offene Gesellschaft massiven Angriffen ausgesetzt sind, und zwar von innen und von außen". Von innen setzen demnach Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt die Demokratie unter Druck.

Es sei, so die Bundestagsabgeordnete, in der heutigen Zeit etwas Außergewöhnliches und Besonderes, einer Partei über so viele Jahre anzugehören. In ihrer Laudatio wies Stamm-Fibich auf die vielen geschichtlichen Ereignisse hin, die die beiden Mitglieder bewogen hätten, sich in der SPD zu engagieren.

Hartung engagierte sich politisch bereits in jungen Jahren, prostierte gegen die Pershing Raketen und den Nato Doppelbeschluss und war in der Erlanger SPD bei dem damaligen Oberbürgermeister Dietmar Hallweg als Referent der SPD für Arbeitnehmerfragen sehr aktiv, insbesondere als Betriebsratsvorsitzender bei Siemens-Süd. Nach seinem Umzug nach Aurachtal habe er sein Engagement verlagert, als ehrenamtlicher Schiedsrichter, und war auch deren Obmann.

Seit 1969 ist Ruth Maier Mitglied der SPD und hat damals in eine politische Familie eingeheiratet. Ihr Schwiegervater war der damalige Bürgermeister Hans Maier. Zusammen mit ihrem Mann Paul, Peter Prokop und Georg Händel waren sie ein eingeschworenes Team und engagierten sich mit Herzblut für den Ortsverein.

Neben der Kommunalpolitik, die Ruth Maier am meisten beeinflusste, war 1969 ein Jahr, in dem sich auch in der Bundespolitik viel getan habe. Gustav Heinemann wurde Bundespräsident und Willy Brandt Bundeskanzler. Das oft zitierte Motto "Wir wollen mehr Demokratie wagen" von Willy Brandt sei heute genau so aktuell wie vor 50 Jahren.

Die Vorsitzende des Ortsvereins, Renate Schroff, wie auch Bürgermeister German Hacker würdigten in einer kurzen Ansprache nicht nur die lange Zeit der Mitgliedschaft, sondern auch das große Engagement, das die zwei Jubilare an den Tag gelegt haben.