Der Gemeinderat Meeder hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Montag für einen Vollausbau der Verbindungsstraße zwischen dem Gut und dem Gemeindeteil Kleinwalbur, also zur Kreisstraße CO 17, entschieden. Zuvor hatte Bauingenieur Jürgen Kittner ausführlich den Sachverhalt erläutert. Unterm Strich blieben drei mögliche Angebote übrig. Einig waren sich die drei Unternehmen jedoch dabei, dass sie keine Garantien für ein wirkliches Gelingen der Tiefbaumaßnahmen einräumen wollten. Das schürte schon einen gewissen Argwohn unter den Ratsmitgliedern. Nach dem ausführlichen Vortrag Kittners und einer ebenso ausgiebigen Debatte entschied sich der Gemeinderat eben für den Vollausbau; neun Gemeinderäte waren dafür und sechs dagegen. Eine andere Idee war, lediglich die Straßendecke neu zu asphaltieren. Zu den Skeptikern gehörte Norbert Gleichmann (FW): "Da ist kein Vollausbau notwendig." Matthias Korn (CSU/Landvolk) regte an, erst einmal die notwendigen Kosten zu ermitteln und eventuelle Fördermöglichkeiten zu sondieren. "Wir haben noch viele Straßen im gleichen Zustand", meinte Korn. In der Tat ist derzeit noch einiges unklar. Auf Anfrage schätzte Ingenieur Kittner die möglichen Kosten für einen Vollausbau auf rund eine halbe Million Euro. Unsicher ist die mögliche Förderkulisse, ungewiss ist auch, zu welchen Angeboten die Bauunternehmen bei der gegenwärtigen Nachfrage bereit sind.

Viel Gesprächsbedarf gab es auch vor einem Beschluss zur Aufstellung eines "vorhabenbezogenen Bebauungsplans" in der Gemarkung Kleinwalbur für das Gebiet "Großwalburer Röthen". Das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Sebastian Oppel ist derzeit in Wiesenfeld ansässig. Der Betrieb braucht aber mehr Platz als bisher und will deshalb nach Kleinwalbur umsiedeln. Dort sollen eine Maschinenhalle mit Werkstattabteilung, Sanitär- und Mitarbeiterräume sowie eine kleine Tankstelle entstehen. Der Bau eines Einfamilienhauses ist geplant; in diesem Haus soll später auch das Büro sein. Eine Photovoltaikanlage ist auch geplant. Behörden, Gebietskörperschaften, Naturschützer und andere mannigfaltige Träger öffentlicher Belange konnten sich im Rahmen des Verfahrens äußern. Da gab es im Gemeinderat ein riesiges Paket von Beschlüssen. Der Grund: Das Gebiet an sich ist als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen und genösse als solche schon einige Privilegien. Aber der Betrieb von Sebastian Oppel ist als "landwirtschaftlicher Lohnbetrieb" baurechtlich ein Gewerbebetrieb.

Wehrführung bestätigt

Der Gemeinderat stimmte einer Bebauungsplanänderung zum Zwecke der Verlängerung der Schierleinsgasse in Großwalbur zu. Dabei geht es um die Möglichkeit neuen Baulandes. Der Gemeinderat stimmte ebenso der Neuwahl von Kommandant Joachim Scheler und seinem Vize Dietmar Halboth bei der Feuerwehr Ottowind zu. mako