Wie funktioniert Heckenpflege an einer Bundes- oder Staatsstraße? Davon machte sich kürzlich Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) ein Bild bei einem Ortstermin an der B 289 bei Schwarzach. Wie Leitender Baudirektor Kurt Schnabel erläuterte, sind die klassischen Monate für die Heckenpflege die Wintermonate Januar und Februar.

Zeulner ging es bei ihrem Besuch um die Themen Sicherheit an der Straße und die Wertschätzung der Arbeit der Straßenmeisterei. Dabei ist es der Bundestagsabgeordneten wichtig, dass Straße und Naturschutz im Einklang miteinander stehen: "Es ist ein sensibler Bereich und das zeigen auch immer wieder die Anfragen, die auf meinem Schreibtisch landen." Zeulner überzeugte sich davon, dass bei der Heckenpflege eine fachlich richtige und wichtige Arbeit geleistet werde.

So werden all die Maßnahmen von der Landschaftspflegerin Stefanie Braun vorbereitet, mit der Straßenmeisterei abgestimmt und begleitet: "Bevor wir rausgehen und einen Pflegeschnitt durchführen, wurden bereits Baumproben von unseren Baumkontrolleuren zweimal im Jahr begutachtet. Sie betrachten den Baum daraufhin, ob es Anzeichen für eine Verkehrsgefährdung gibt."

Baudirektor Kurt Schnabel erklärte, warum die Gehölzpflege nötig ist: "Zum einen um die Struktur und den Bestand der Gehölze zu pflegen und zu unterhalten, und zum anderen auch aus Gründen der Verkehrssicherheit." Eine vernünftige Gehölzpflege sei in Abständen von 15 Jahren vorzunehmen. "Gehölzpflege ist eine Aktivität, die von Anliegern und Verkehrsteilnehmern immer intensiv beobachtet und oft auch kritisch bewertet wird", so Schnabel. Dabei werde auch oft die Frage gestellt, ob die Arbeiten nicht moderater durchgeführt werden können. "Auch wenn man ein Gehölz bis auf den Stock abschneidet, bleibt die Wurzel im Boden und treibt innerhalb eines Jahres wieder kräftig aus. Dann bekommt man eine verjüngte Hecke mit entsprechenden Strukturen, so wie man es haben will", erläuterte Schnabel.

Die Arbeiten an der B 289 wurden vom Staatlichen Bauamt ausgeschrieben, den Auftrag erhielt die Firma Günter Wich aus Grafendobrach. Die Zeiten, in denen bis zu zehn Mitarbeiter der Straßenmeisterei an einer Böschung gearbeitet haben, sind aus Gründen der Arbeitssicherheit und des Maschineneinsatzes vorbei. Heute übernimmt die Straßenmeisterei nur die Straßensicherung und kleinere Arbeiten.