Die Martini-Kirchweih und der verkaufsoffene Sonntag locken vom 10. bis 13. November nach Eltmann.
Manche Orte in Franken sind dafür bekannt, dass sie mehrmals ein Kirchweihfest feiern. Dies gilt insbesondere für die Stadt
Eltmann, die am kommenden Wochenende ihre traditionelle Martini-Kirchweih begeht. Diese ist verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag, während die Gastwirtschaften mit Kirchweihspezialitäten aufwarten.
Der verkaufsoffene Sonntag ist eine gute Gelegenheit, sich mit der ganzen Familie auf einen Bummel durch Eltmann zu begeben und zur Martini-Kirchweih einzukaufen. Zahlreiche Geschäfte wie Getränke Wiesneth, Modestube Carina, Buntstift- und Eine-Welt-Laden, Modegeschäft Blickfang, Schuh Bühl, Stolz, die Wühlkiste oder Anne-Schuhmoden im Industriegebiet öffnen von 13 bis 17 Uhr ihre Türen.
Abwechslung für Kids
Die Eltern wollen gerne in Ruhe einkaufen. Von Vorteil ist es, wenn die Kinder während dieser Zeit genügend Abwechslung vorfinden. Das "Ritz" lockt von 13 bis 17 Uhr mit Luftballon-Modellage und Schminkaktion. Das "Karfunkeltheater" wartet mit Kasperltheater und interessanten Vorführungen auf. Ab 14 Uhr ist "Biene Maja" zu sehen und ab 15.45 Uhr das Stück "Großmutter hat Geburtstag". Für die Kinder und Jugendlichen gibt es auf dem Marktplatz außerdem einen kleinen Vergnügungspark mit Schießbude, Süßigkeiten und anderem mehr.
Vierte Kirche
Das Brauchtum der Kirchweih geht auf die tatsächliche Kirchweihe zurück. Die Stadtpfarrkirche von Eltmann gilt als vierte Kirche, die an diesem Platz mitten in Eltmann entstand. Die "Klenze-Kirche" anstelle des abgerissenen ehemaligen Langhauses ist den Heiligen St. Michael und St. Johannes geweiht. Auf ein erstes, romanisches Gotteshaus um 1100 folgte gegen 1300 ein zweites. Von einem weiteren Neubau des 15. Jahrhunderts hat sich der polygonale Chor neben dem Turmuntergeschoss erhalten. Allerdings geht man auch von einer noch früheren hölzernen Missionskapelle aus.
Eltmann wird gerne als "Mutterpfarrei" bezeichnet. Allerdings wird bei der Bistumsdotierung und dem ältesten Kirchenverzeichnis des Bistums Würzburg aus dem Jahre 742, in dem 25 Kirchen übergeben werden, Eltmann nicht aufgeführt. Historisch ungesichert dürfte auch die so genannte Gumbertsche Schenkung sein, durch die schon 741 der hl. Gumbert dem ersten Bischof Burkard die Burg Eltmann überreicht haben soll. Doch die letztgenannte Schenkung unterstreicht nur, was spätere Quellen erkennen lassen. "Sie bestätigen Eltmann als Zentrum und Ausgangspunkt des kirchlichen Lebens. So könnte man sogar annehmen, dass von Eltmann aus die iro-schottischen Wandermönche ihre Mission ins Obermaingebiet und in die weitere Umgebung betrieben haben. Ein Hinweis darauf könnte die Schottengasse sein", bemerkt Nobert Kandler in seiner Kirchengeschichte.
Ziel für Touristen
Eltmann kann auch touristisch etwas vorzeigen und will dies auch mehr in den Vordergrund rücken. Dem dient das "Ritz", das regionale Informations- und Tourismuszentrum für die Naturparks Haßberge und Steigerwald am Marktplatz. Der Wallburgturm aus dem 11. Jahrhundert, das Wahrzeichen der Stadt, macht schon von weitem auf die Stadt und ihre Geschichte aufmerksam. Von hier aus gibt es idyllische Wanderwege in den Steigerwald, die Wallfahrtskirche Maria Limbach von Balthasar Neumann ist einen Besuch wert und das beheizte städtische Freibad dient der Erholung. Die Personenschifffahrt auf dem Main boomt und es ist im Interesse der Stadt, dafür eine Anlegestelle am Main einzurichten.
gg