Markus Püls führt die Lichtenfelser SPD

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Sven Eisele (links) und sein Nachfolger als SPD-Vorsitzender Markus Püls Foto: privat
Sven Eisele (links) und sein Nachfolger als SPD-Vorsitzender Markus Püls Foto: privat

Markus Püls ist der neue Vorsitzende des Ortsvereins Lichtenfels der SPD. Er übernimmt das Amt von Sven Eisele. In der Jahresversammlung wurde der 29-Jährig...

Markus Püls ist der neue Vorsitzende des Ortsvereins Lichtenfels der SPD. Er übernimmt das Amt von Sven Eisele. In der Jahresversammlung wurde der 29-Jährige einstimmig gewählt.
"Wir wollen Erneuerung leben. Dazu gehört für mich, die Erfahrung und das Fundament zu nutzen, das meine Vorgänger aufgebaut haben", sagt der neue Vorsitzende nach seiner Wahl. Der derzeitige Mitgliederzuwachs der Lichtenfelser SPD sei der größte seit der Ära Willy Brandt. "Wir nehmen die Probleme und Sorgen der Menschen ernst und arbeiten über Parteigrenzen hinweg an Lösungen. Das zahlt sich aus", erklärt Markus Püls das Erfolgsrezept. Bei der Jahresversammlung konnte er zwei neue Mitglieder willkommen heißen.
Der scheidende Vorsitzende Sven Eisele bleibt als Stellvertreter im Vorstand. "Wir haben in den vergangenen zehn Jahren viel bewegt. Die Dinge laufen gut in Lichtenfels - das ist der Zeitpunkt, zu dem ich mein Amt weitergeben möchte", begründet der 49-Jährige seinen Rückzug in die zweite Reihe. Bürgermeister Andreas Hügerich sieht in der Wahl die langjährige Arbeit von Markus Püls bestätigt. Auch bei der Bürgermeisterwahl 2014 war Püls im Hintergrund aktiv und hat sich für seine Partei und für den heutigen Bürgermeister eingesetzt. "Wir können bereits nach vier Jahren wichtige Haken setzten", sagt Hügerich.


"Können Haken setzen"

"Die Gewerbegebiete an der Autobahn und in der Schney entwickeln sich, es gibt in der Sudetenstraße, in Roth und Reundorf so viele Neubaugebiete und Bauplätze wie lange nicht mehr - und wir setzen mit der Kinderbetreuung und dem Familienzentrum in der Reitschgasse weitere Akzente." Bürgermeister Hügerich mahnt aber auch: "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Jetzt geht es weiter."
Für ihn sind die kommenden Projekte die Weiterentwicklung der Schulbetreuung, die Entwicklung des Geländes des Güterbahnhofs und der Umzug der Bücherei in das ehemalige Schlecker-Haus am Marktplatz 10. "Damit bekommen wir weiter Frequenz auf den Marktplatz, die wir brauchen und wollen", so der Bürgermeister. "Wir sind alle positiver geworden", beobachtet Hügerich in Lichtenfels. Im Rathaus denke man bereits an das Jahr 2030. "Wie wollen wir dann hier leben?", fragt der Bürgermeister. Er beobachte, wie es für die Menschen, die hier wohnen, immer selbstverständlicher werde, selbst anzupacken. "Wir wollen das systematisch in einem Change-Prozess entwickeln, der derzeit bei uns im Rathaus angeschoben wird."
Diesen frischen Wind möchte SPD-Kreisvorsitzender Sebastian Müller auch für seine Kandidatur für den Bayerischen Landtag nutzen. "Egal, ob SPD, CSU, Grüne oder Freie Wähler: Bei den Erststimmen wird es immer ein Kronacher Kandidat werden. Ich möchte über die Zweitstimmen als Vertreter des gesamten Landkreises Lichtenfels nach München in den Landtag."
Der scheidende Vorsitzende Eisele blickt dem Wahlsonntag am 14. Oktober mit Elan entgegen: "Der Kleister ist angerührt." Kreisrätin Monika Faber sieht besonders im Bereich der Gesundheit Chancen, die Ideen der SPD einzubringen. "Wir können das alte Klinikum neu nutzen - sollten uns damit aber beeilen. Bei der Versorgung mit Hospizen in Bayern sind wir als kleinster Landkreis leider hinten runtergefallen", sagt Faber. red