Trotz wichtiger Tagesordnungspunkte hatte Bürgermeister Matthias Klement (CSU) die jüngste Sitzung des Marktgemeinderates von Dienstag auf Mittwoch verlegt. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verlor trotzdem das Spiel gegen England.

Am Mittwoch beschloss der Gemeinderat die Errichtung von acht Wohnmobil-Stellplätzen auf dem Lauertal-Parkplatz und den Bau eines Radweges zwischen Volkershausen und Ballingshausen in Kooperation mit dem Markt Stadtlauringen. Der Rat vertagte dagegen die Instandsetzung des Weges am Talgrund zwischen der Zufahrt von Poppenlauer und der Talkirche.

Auf dem großen Parkplatz vor der Lauertalhalle parken immer wieder Wohnmobile. Die Marktgemeinde will sowieso mehr Wohnmobil-Touristen in den Ort locken und plant das auch schon seit längerer Zeit. Der Grundsatzbeschluss dazu fiel Mitte April nach längerer Diskussion. Acht Stellplätze schienen allerdings einigen der Marktgemeinderäte zu viel, deshalb stimmten seinerzeit vier der 16 Mitglieder dagegen. Diesmal waren alle überzeugt und hoben ihre Hand dafür.

Bauamt erstellt Kostenrechung

"Wir sind einig, dass wir das haben wollen", betonte jetzt Bürgermeister Klement. Das Technische Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft hatte eine Kostenschätzung erstellt. Insgesamt sind rund 47 000 Euro nötig. Arbeiten in Höhe von rund 23 000 Euro könnte der Bauhof der Marktgemeinde selbst übernehmen. Der vorhandene Parkplatz ist befestigt.

Die Gemeinde schreibt die nötigen Asphaltierungsarbeiten nun aus. Sie muss Leitungen für Wasser, Strom und Abwasser schaffen. Der Marktgemeinderat beschloss schließlich einstimmig, den Wohnmobilstellplatz in der geplanten Form umzusetzen. Einrichtungsgegenstände wie die Wassersäule, die Entsorgungssäule, der Bodenablass und zwei Elektrosäulen erwirbt die Gemeinde für 13 000 Euro. Der Rat ermächtigte Bürgermeister Klement, die Aufträge zu erteilen, die mit dem Bau des Wohnmobil-Stellplatzes verbunden sind.

Nicht enthalten in der Kostenschätzung ist die Werbung für den neuen Platz. Wohnmobilisten sollen schließlich wissen, welche Freizeit- oder Kultur-Möglichkeiten ihr Stellplatz bietet. Deshalb genehmigte der Marktgemeinderat ein Extra-Werbebudget in Höhe von 2500 Euro.

Radweg schon lange geplant

Schon lange ist die Weiterführung des Radweges ab Volkershausen in den Landkreis Schweinfurt geplant. Eine Verbindung in Richtung Madenhausen als Lückenschluss nach Schweinfurt scheiterte bisher immer am Grunderwerb. "Aktuell könnte jedoch eine Lösung für das Problem gefunden werden", so der Bürgermeister.

Der Landkreis Schweinfurt plane eine Radwegeverbindung entlang der Staatsstraße 2280 (Stadtlauringen - Schweinfurt). Um die Lücke zu schließen, soll eine Trasse von Volkershausen in Richtung Aussiedlerhöfe in östlicher Richtung führen und dann durch den Wald in Richtung Ballingshausen verlaufen. Der Staat fördert den Bau dieses Radweges mit dem Sonderförderungsprogramm "Stadt und Land". Wenn alle nötigen Unterlagen bis zum Jahresende eingereicht sind, ist eine Förderung von 80 Prozent der Kosten möglich, ansonsten gibt es nur 75 Prozent.

Der Markt Stadtlauringen hat bereits zugestimmt, sich an den Kosten zu beteiligen. Nach einer ersten Kostenschätzung kostet der Bau des Radweges 670 000 Euro. Auf Maßbach entfallen 67,4 Prozent. Bei einem Fördersatz von 75 Prozent müsste die Marktgemeinde 113 000 Euro aufbringen, bei 80 Prozent Förderung nur 90 000 Euro.

Der Marktgemeinderat beschloss schließlich einstimmig den Bau des Radweges zwischen Volkershausen und Ballingshausen in Kooperation mit dem Markt Stadtlauringen. Außerdem ermächtigte der Rat den Bürgermeister Klement, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Markt Stadtlauringen abzuschließen und das Planungsbüro Kirchner mit der Planung des Radweges zu beauftragen.

Talweg wird ausgebessert

Der Weg am Talgrund zwischen der Zufahrt von Poppenlauer und der Talkirche hat zahlreiche Schlaglöcher, die bis zu zwei Meter breit und zehn Zentimeter tief sind. Die Bankette wurden durch das umfahren der Schlaglöcher zusätzlich vergrößert. Im Bereich der Senke zur Autobahnbrücke ist die Kiesschicht streckenweise nicht mehr vorhanden. Dadurch bilden sich große Wasserflächen. Der Marktgemeinderat war sich einig, dass der Weg instandgesetzt werden muss. Auf Initiative von Achim Bieber (Bürgerblock Poppenlauer) und Volker Röder (Freie Wähler Volkershausen) vertagte er die Entscheidung. Es soll geprüft werden, ob der Weg asphaltiert werden kann - anstatt wie geplant, nur geschottert.