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Manuel Höppner musiziert


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Bad Staffelstein, Mittwoch, 12. Juli 2017

In der sechsten halbstündigen geistlichen Orgelmatinee am Sonntag, 16. Juli, um 11.30 Uhr macht Manuel Höppner aus Unterneuses einen Ausflug vom Barock bis ...


In der sechsten halbstündigen geistlichen Orgelmatinee am Sonntag, 16. Juli, um 11.30 Uhr macht Manuel Höppner aus Unterneuses einen Ausflug vom Barock bis in die französische Romantik. Er spielt Werke von Buxtehude, Bach, Rathgeber sowie von Theodore Dubois, einem Vertreter der romantischen französischen Orgelmusik. Wie immer ist der Eintritt frei, jedoch wird am Ausgang um eine angemessene Kollekte für die Erhaltung der wertvollen barocken Seuffert-Woehl-Orgel gebeten.
Der junge Organist Manuel Höppner entdeckte im Alter von fünf Jahren die Musik für sich auf einer gefundenen Hammondorgel. Zu seinen Klavierlehrern zählten Anke Meisner, später Tanja Edner. Ab dem Alter von sieben Jahren begleitete er Lieder in den Gottesdiensten seines Heimatortes Unterneuses bei Ebensfeld auf der Orgel, bald darauf auch in der Ebensfelder Pfarrkirche. Es folgten Dienste in Zapfendorf, Bad Staffelstein und Altenbanz. Orgelunterricht erhielt er von 2004 bis 2009 von Georg Hagel in Vierzehnheiligen, in dieser Zeit legte er auch die Orgel-D- und C-Prüfungen ab. Von 2009 bis 2014 wurde er von Karl-Heinz Böhm in Bamberg unterrichtet, und nun wird er im kirchenmusikalischen Institut Erlangen bei Ulrich Nehls ausgebildet.
Sein Programm beginnt mit einem dreiteiligen Werk, Präludium, Fuge und Ciaconna in C-Dur, des deutsch-dänischen Komponisten Dietrich Buxtehude (1637-1807) aus dem 17. Jahrhundert. Die Besonderheit des großen Barockinstruments in Banz kommt mit den nächsten beiden Komponisten besonders zur Geltung. Von Johann Sebastian Bach (1685-1750), der die Orgel mit ihren vielfältigen akustischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen verstand, spielt Höppner das bekannte Air aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur, gefolgt von "Schlagarien" von Pater Johann Valentin Rathgeber OSB (1682-1750), der als Mönch im ehemaligen Benediktinerkloster Banz lebte. Virtuosität und Klangpracht der französischen Romantik erklingt zum Schluss mit Theodore Dubois (1837-1924) Toccata in G-Dur aus "12 Pièces pour orgue".
Das Instrument in der Stiftskirche wurde 1745- 48 von Johann Philipp Seuffert, Würzburg, für Kloster Grafschaft errichtet. 1987 setzte Gerald Woehl, Marburg, Pfeifen und die Schleifladen in das Gehäuse der bis 1903 bestehenden Banzer Seuffert-Hauptorgel ein. red