Am französischen Nationalfeiertag, Sonntag, 14. Juli, ab 16 Uhr feiern die Deutsch-Französische Gesellschaft Obermain e.V. und der Museums- und Kulturverein Weismain und Umgebung e.V. erstmals gemeinsam ein deutsch-französisches Sommerfest im Kastenhof in Weismain.

Bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft Obermain (DFGO) wird der französische Nationalfeiertag schon seit einigen Jahren traditionell im Kreis der Mitglieder und Freunde begangen. Die DFGO richtet unter anderem die Städtepartnerschaft der drei Gemeinden Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain mit der südbretonischen Stadt Queven aus.

Vom Museums- und Kulturverein hingegen kam die Idee, einmal Musik mit Schwerpunkt aus der Bretagne und Frankreich zu präsentieren - und wenn man sich am Obermain schon untereinander kennt, warum dann nicht gleich zusammen? So entstand die Idee eines gemeinsamen Sommerfestes mit Musik auf der Bühne und natürlich französischem Cidre, fränkischem Bier und kleinen Leckerbissen.

Für die Musik beim Sommerfest wurden die Schwestern Annamaria und Katharina Gielen aus Großheubach (Landkreis Miltenberg, Unterfranken) gewonnen, zusammen bilden sie das Duo "Pelen Tan". Ihr Programm für das Sommerfest umfasst vorwiegend Lieder aus Frankreich, insbesondere der Bretagne, sowie aus Schottland und Irland. Das Repertoire der beiden jungen Musikerinnen enthält aber auch ein breites Spektrum aus verschiedenen weiteren Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Amerika und dem Balkan, dem sich die beiden jungen Interpretinnen auf ihre ganz eigene Weise nähern.

Traditionelle und moderne Lieder - ganz unkonventionell mit Dudelsack, Drehleier, Harfe, diversen Flöten, Gitarre, Geige, Keyboard, Bass und Gambe arrangiert - laden zum fröhlichen Mitmachen, aber auch zum Nachdenken ein. Harfenklänge, vereint mit den weichen Tönen der Bassgambe, berühren die Seele. Gesang bringt sie zum Schwingen. Gitarrenakkorde weben den Klangteppich für Flöten, die heitere Melodien voller Leichtigkeit zwitschern oder eine rauchig-geheimnisvolle Stimmung hauchen. Geige und Akkordeon erzählen mal melancholisch, mal schwungvoll von irischem oder französischem Lebensgefühl. Drehleier, Schäferpfeife oder andere außergewöhnliche Instrumente wie die spanische Gaita entführen den Geist in mystische Klangsphären oder locken die Füße auf den Tanzboden.

Es kann sogar getanzt werden

Tanzboden? Ja, ein Teil des Programms werden auch einfache Gruppentänze zum Mitmachen sein, zu denen Pelen Tan aufspielt und die von den beiden Musikerinnen angeleitet werden. Es sind Tänze, wie sie zum Beispiel in der Bretagne beim Fest Noz, in Frankreich beim Bal Folk oder anderswo in Europa bei Tanzfesten von Jung und Alt getanzt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, einfach mitmachen und die Schritte und Bewegungen abschauen. Nach einigen Tänzen gibt es aber immer wieder konzertante Musik zum Zuhören.

Bei gutem Wetter findet das Fest draußen auf der Freifläche, bei schlechtem Wetter innen im Schönbornsaal statt. Bitte denken Sie daran, entsprechende Kleidung mitzubringen. Insbesondere, wenn einem beim Tanzen warm wird, aber dann doch ein kühler Wind gehen sollte. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten jedoch um großzügige Spenden. red