Seit 27 Jahren treten Mitglieder und Freunde des Radfahrvereins Concordia am dritten Sonntag nach Ostern gemeinsam in die Pedale. Es geht dann aber nicht um Schnelligkeit und Kilometerzahlen, sondern um Besinnung, innere Einkehr, Gebet und den Dank an den Schöpfer. Die 1994 aus der Taufe gehobene Radwallfahrt nach Vierzehnheiligen hat sich zu einem radsportlich-meditativen Event entwickelt.

Sogar Radfahrvereine aus dem Bezirk Oberfranken des Bayerischen Radsportverbands sind stets mit starken Abordnungen vertreten. Was Wind und Wetter in fast drei Jahrzehnten nicht gelang, schaffte das Coronavirus im vergangenen Jahr: Die Radwallfahrt musste erstmals ausfallen. Und wie sieht es 2021 aus?

Am Sonntag, 25. April, stünde normalerweise die nächste Pilgertour auf dem Programm, an der Situation hat sich allerdings kaum etwas geändert. „Eine Radwallfahrt, so wie wir sie kennen, wird es deshalb ganz gewiss nicht geben. Gänzlich darauf verzichten wollen wir aber auch nicht“, erklärt Vorsitzender Hans-Werner Schuster. Für den spirituellen Teil wären die Voraussetzungen gegeben, denn in der Basilika Vierzehnheiligen wird am Sonntag, 25. April, um 10.30 Uhr mit einem feierlichen Hochamt das Wallfahrtsjahr 2021 eröffnet. „Und die Patres dort würden sich freuen, wenn wir trotz Pandemie kommen würden“, so der Vereinschef.

Aber wie kann das funktionieren? Klar ist, dass es weder eine Andacht zum Auftakt und gemeinsames Radeln noch den feierlichen Einzug in das Gotteshaus und eine Verabschiedung geben wird. Stattdessen können Interessierte privat nach Vierzehnheiligen pilgern, entweder allein oder als Familie unter Beachtung der Corona-Vorschriften und des Sicherheitsabstandes. Die Vereinsstandarte der Concorden kann mitgenommen werden.

In der Basilika stehen Plätze für 160 Personen zur Verfügung. „Da aber nach Auskunft der Patres zurzeit nur rund 60 Gläubige die Gottesdienste besuchen, würden noch etwa 100 Radwallfahrer Platz finden“, erläutert der Vorsitzende. Radler, die am Wallfahrergottesdienst teilnehmen möchten, finden sich eine Viertelstunde vor Beginn in der Basilika ein und tragen sich dort in die Anwesenheitsliste ein. Eine FFP2-Maske sollte nicht vergessen werden. „Auch wenn in diesem Jahr alles anders läuft, so würde ich mich doch freuen, viele unserer Radler am Sonntag in Vierzehnheiligen begrüßen zu können“, hofft Hans-Werner Schuster. bkl