Seit seinem 13. Lebensjahr spielt Josef Schramm in der Uetzinger Blaskapelle . Kürzlich wurde er durch Dieter Tussetschläger vom Nordbayerischen Musikbund (NBMB) für 50-jähriges aktives Musizieren mit einer Ehrenurkunde und eine Nadel in Gold geehrt. Diese Auszeichnung wäre eigentlich bereits beim Kreismusikfest 2020 angestanden, aber die Corona-Pandemie hatte es genauso verhindert wie die Ehrung zum „Fest 50+1“ an Pfingsten 2021.

Als der Musikverein Uetzing-Serkendorf im Juli 1970 gegründete wurde, schloss sich „Sam“, wie ihn in die Uetzinger alle liebevoll rufen, als Jugendlicher an und ist somit heute das letzte aktive Gründungsmitglied beim Musikverein. Das Musizieren auf der Trompete erlernte der heute 64-Jährige beim ehemaligen Militärmusiker Adolf Gröger (1897 – 1980) aus Stublang, der damals auch Dirigent beim Musikverein war. Die ersten Jahre nach seiner Hochzeit „pendelte“ Josef Schramm zu den Musikproben von Dittersbrunn nach Uetzing , bis er schließlich sein neues Eigenheim im Land der Nüsse bezog. Auch seine Söhne Bernd (Tenorhorn und Posaune) und Frank (Tuba) spielten später ebenfalls einige Jahre bei der Blaskapelle Uetzing . Neben der traditionellen Blasmusik gehören auch Polka- und Walzermelodien zu den Lieblingsstücken des Jubilars. Auch heute noch, wenn es Corona zulässt, besucht Josef Schramm regelmäßig die Musikproben. „Bei der Probennachbesprechung im Kutscher ist der Sam einer der wenigen, der immer dabei ist“, erzählt sein langjähriger Musikkollege Georg Bauernschmitt. „Sam“ ist seit Jahrzehnten als Wallfahrtsmusiker bei Wallfahrten nach Gößweinstein und Marienweiher sowie bei den Bittgängen der Pfarrei Uetzing immer fester Bestandteil. Als sein schönstes Erlebnis beim Musizieren dürfte für Josef Schramm die Romreise 1999 in Erinnerung bleiben. Während der Papstaudienz wurde das Frankenlied gespielt, und ein Gruppenbild mit Papst Johannes Paul II. im Petersdom entstand. Aber auch der Fernsehauftritt bei „Bayern Champions“ des Bayerischen Fernsehens im Frühjahr 2002 sowie die zwei Aufritte (2002 und 2005) auf der berühmten Steubenparade in New York bleiben beim Jubilar in schöner Erinnerung. red