Wenn eine Schwester ihre Profess auf Lebenszeit ablegt, ist das eigentlich ein Fest mit vielen Gästen – aber nicht in Zeiten der Corona-Pandemie . Schon vor einem Jahr wollte sich Schwester Veronika auf Lebenszeit an die Kongregation der Franziskus­schwestern binden.

Voller Hoffnung verschob man aufgrund der Pandemie das Fest um ein Jahr. Nun waren die Regeln aber genauso streng. Mit wenigen Anwesenden feierte somit Schwester Veronika ihre Ewige Profess mit Erzbischof Ludwig Schick in der Mutterhaus-Kapelle.

Schon am Vorabend stimmte Schwester Philippa Schwester Veronika und die Schwestern des Mutterhauses auf den Tag ein. „Es sind Suchende, die sich auf den Weg machen, die ihren Zweifeln trauen und letztlich Gott begegnen“, sagte Erzbischof Ludwig Schick . In seiner Ansprache lenkte er den Blick auf Moses und die Emmausjünger Veronika und Franziskus, deren Glauben uns bis heute Ermutigung sei. Schwester Veronika dürfe sich in die Reihe dieser Suchenden stellen. Anschließend versprach Schwester Veronika, Christus nachzufolgen und sein heiliges Evangelium zu beobachten. Dieses Versprechen bekräftigte sie anschließend durch ihre Unterschrift.

An Ostern 2009 im Mutterhaus

Mit dem Ring trägt sie nun auch das äußere Zeichen ihrer lebenslangen Zugehörigkeit zur Kongregation. „Meinen ersten Kontakt mit den Franziskus­schwestern hatte ich während der Kar- und Ostertage 2009. Im Internet habe ich auf der Seite der Schwestern das Angebot entdeckt, die Kar- und Ostertage im Mutterhaus zu verbringen. Von der ersten Minute an hatte ich mich damals wohlgefühlt und durfte mit den anderen Gästen eine wunderbare Zeit verbringen. Damals habe ich noch nicht daran gedacht, später einmal hier einzutreten, es war für mich eher ein wunderbarer Ort, um gemeinsam mit anderen Glaubenden und Suchenden Ostern zu feiern, abseits von meinem Alltag zur Ruhe zu kommen und einen schönen Urlaub zu verbringen“, erzählte Schwester Veronika. Schwester Veronika wurde 1986 in Weißenburg (Bistum Eichstätt) geboren.