800 Wallfahrer aus 100 Kameradschaften
Autor: Fränkischer Tag
Ebensfeld, Donnerstag, 14. Mai 2026
Das Bekenntnis zum Frieden steht seit 69 Jahren bei der Friedens- und Soldatenwallfahrt in Vierzehnheiligen im Mittelpunkt. Seit 69 Jahren wallfahren Männer und Frauen aus den Soldaten- und Reservistenkameradschaften von Ober- Mittel- und Unterfranken zur Frankenbasilika „ Vierzehnheiligen “ auf dem „Heiligen Berg“.
Als 52 Traditionsfahnen und sieben Standarten des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) und der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) mit der Festrednerin MdB Emmi Zeulner (CSU) und den Ehrengästen in die Basilika einzogen, begrüßte sie Organist Georg Hagel mit mächtigem Orgelklang. Das anschließende Hochamt zelebrierte Franziskanerpater Werner Reischmann.
Nach dem Festgottesdienst zogen die Fahnenabordnungen der Kameradschaften zum Totengedenken an das Ehrenmal. Gefolgt vom Trommlerzug aus Wallenfels, dem fränkischen Reservistenehrenzug den Standarten und Ehrengästen.
Robert Fischer , Bezirksgeschäftsführer vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge-Bezirksverband Oberfranken, moderierte die Gedenkfeier und begrüßte am Ehrenmal die Gäste, Pater Werner folgte ihm mit einem Gebet.
Das Totengedenken sprach vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Robert Fischer , sein Nachfolger ab 2027 ist Dirk Mewes.
Emmi Zeulner hielt dann die Festrede. Dieser Ort sei seit Jahrhunderten ein Ort des Glaubens, der Hoffnung und des Trostes. Und gerade deshalb ist er auch ein Ort, an dem wir uns den großen Fragen stellen dürfen – und stellen müssen. Fragen nach Verantwortung. Fragen nach Schuld und Gewissen. Fragen nach Frieden.
Zeulner zitierte aus der Präambel der Bayerischen Verfassung: „Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des Zweiten Weltkrieges geführt hat, in dem festen Entschluss, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechts dauernd zu sichern, gibt sich das Bayerische Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt diese Verfassung.“ Diese Worte seien, so Zeulner, Mahnung und Auftrag zugleich.